Erneuerbare Energien: Die tragende Säule der deutschen Stromversorgung
Eine aktuelle Analyse der KfW zeigt, dass Wind- und Sonnenenergie mittlerweile das Rückgrat der Stromproduktion in Deutschland bilden. Die Untersuchung der Förderbank unterstreicht, dass an nur 15 Tagen im Jahr weder Wind noch Sonne zur Stromerzeugung beigetragen haben. In den letzten drei Jahren kam es lediglich an vier Prozent der Tage zu einem gleichzeitigen Ausfall beider erneuerbarer Energiequellen. Damit wird deutlich: Erneuerbare Energien sind zum Fundament der deutschen Stromerzeugung avanciert.
Im Jahr 2022 stammten laut KfW über die Hälfte (56 Prozent) des in Deutschland genutzten Stroms aus nachhaltigen Quellen. Windkraft machte dabei einen Anteil von 29 Prozent aus, Sonnenenergie weitere 16 Prozent. Biomasse und Wasserkraft rundeten mit 11 Prozent das starke Bild der regenerativen Energien ab. Erstmals dominieren damit Windkraft und Solarenergie gemeinsam die Spitze der deutschen Stromproduktion mit einem Gesamtanteil von 45 Prozent.
KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher fordert jedoch weitere Expansionen im Bereich der Erneuerbaren. Er betont, dass Biomasse noch gezielter an Tage ohne Wind und Sonne eingesetzt werden sollte. Zur Absicherung der Energieversorgung seien außerdem flexible Nachfrageanpassungen, mehr Batteriespeicher sowie die Entwicklung neuer, perspektivisch wasserstoffbetriebener Gaskraftwerke entscheidend.
Die Analyse zeigt, dass die wind- und sonnenarmen Tage der letzten Jahre hauptsächlich zwischen Oktober und Februar auftraten. Die Jahre 2023, 2024 und 2025 verzeichneten 14, 12 und 19 solche Tage. Trotz dieser Herausforderungen betont die KfW, dass ausreichend Alternativen vorhanden waren, um die Stromnachfrage vollständig zu decken. Dazu zählten vermehrte Importe sowie die Erhöhung der Stromproduktion aus Kohle und Gas.

