Ernährungsminister Rainer plant umfassende Reform der Lebensmittelvorsorge
Bundesernährungsminister Alois Rainer hat bekräftigt, dass er eine umfassende Reform der Lebensmittelvorsorge in Deutschland vorantreiben will, um besser auf große Krisen vorbereitet zu sein. Angesichts des jüngsten Anschlags auf das Stromnetz in Berlin unterstrich der CSU-Politiker die Dringlichkeit eines Updates der nationalen Notfallreserve. Rainer erklärte, dass er noch im laufenden Jahr die notwendigen finanziellen Mittel für diese Erneuerung bereitstellen wolle.
Die geplante Reform sieht die Schaffung eines erweiterten Sicherheitsnetzes vor, das auf eine breite Palette haltbarer Lebensmittel in Dosen setzen soll. Momentan existieren Reserven an etwa 150 Standorten, die hauptsächlich Getreide, Erbsen, Linsen und Dosenmilch umfassen. Diese Bestände müssten jedoch erst verarbeitet werden, weshalb Rainer zusätzlich verzehrfertige Gerichte in Konserven fordert. Der Minister sieht diese Vorsorgemaßnahme als beruhigend an – vergleichbar mit einem Airbag im Auto.
Zur Umsetzung schlägt Rainer vor, die Infrastruktur des Lebensmitteleinzelhandels zu nutzen, da dieser bereits über große Lagerkapazitäten und geeignete Transportmöglichkeiten verfügt. Notwendig seien jedoch klare Rahmenbedingungen, um eine effiziente Verteilung im Krisenfall zu gewährleisten. Rainer betonte, dass seine primäre Verantwortung darin bestehe, im Krisenfall Hunger in der Bevölkerung zu vermeiden. Dies beginne nicht erst in den Supermärkten, sondern bereits bei der Produktion der Lebensmittel. Zudem müssen auch Szenarien bedacht werden, in denen beispielsweise die Wasserversorgung der Tiere gestört ist oder die Futterlieferungen ausbleiben.

