Erfolgreiche Testphase: Bundeswehr erwägt Kauf von Kamikazedrohnen
Die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages über den Erwerb von Kamikazedrohnen steht bevor. Die bevorstehende Beschlussfassung stützt sich auf einen Vorschlag des Verteidigungsministeriums, der den Kauf dieser innovativen Waffensysteme von den inländischen Unternehmen Helsing und Stark Defence empfiehlt. In einer ersten Auftragsvergabe sollen beide Firmen Aufträge im Wert von jeweils rund 270 Millionen Euro erhalten.
Bereitseitig hat die Fraktion der Grünen Bedenken hinsichtlich der Beteiligung des US-amerikanischen Investors Peter Thiel an Stark Defence zum Ausdruck gebracht. Die Abgeordneten verlangen umfassende Informationen über dessen potenziellen Einfluss. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) äußerte Verständnis für diese Vorbehalte, betonte jedoch, dass Thiels operative Einflussnahme auf die Geschäftsentscheidungen im Vordergrund steht.
Die Bundeswehr hat die sogenannten "Loitering Munition" bereits praktisch erprobt. Diese Drohnen, die speziell für lange Verweildauer über einem Zielgebiet mit einem Sprengkopf ausgestattet sind, können gezielt eingesetzt werden, sobald ein Ziel per Datenlink zugewiesen wird. Danach erfolgt der zielgenaue Angriff.

