Epstein-Debatte: Trump bestreitet Vorwürfe zu angeblichem Geburtstagsgruß
Die politische Bühne der USA erlebt erneut turbulente Tage, nachdem die Demokraten im Repräsentantenhaus eine angebliche Kopie eines Geburtstagsgrußes veröffentlicht haben, der von Donald Trump an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stammen soll. In einem Post auf der Plattform X entfaltete sich ein vermeintlicher Dialog zwischen Trump und Epstein, begleitet von der Signatur des ehemaligen US-Präsidenten. Diese Veröffentlichung sorgte für reichlich Debatten, da die Echtheit des Dokuments unklar bleibt. Sogar das renommierte "Wall Street Journal" veröffentlichte die umstrittene Kopie, was prompt heftige Reaktionen aus dem Trump-Lager hervorrief.
Karoline Leavitt, Trumps Sprecherin, dementierte auf X die Anschuldigungen als "falsch" und kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an. Trump selbst distanzierte sich vehement von dem Vorwurf, er habe das Bild gezeichnet oder gar unterschrieben. Diese Angelegenheit verursacht nun weitere Wellen für den Republikaner, der seit Wochen versucht hatte, das Thema Epstein zu verdrängen und Transparenzforderungen zurückzuweisen. Ironisch, da er noch im Wahlkampf versprochen hatte, sämtliche Unterlagen zu dem Fall offenzulegen.
Das "Wall Street Journal" berichtete, dass das Schreiben Teil eines nicht veröffentlichten Geburtstagsalbums aus dem Jahr 2003 ist und nun von den Demokraten im Ausschuss zusammen mit weiteren Dokumenten aus Epsteins Nachlass untersucht wird. In einem exklusiven Artikel zitierte die Zeitung Trump: "Das ist gefälscht. Es ist ein Falschbericht des 'Wall Street Journals'. Ich zeichne keine Bilder von Frauen. Es ist nicht meine Sprache. Es sind nicht meine Worte."
Die Epstein-Causa ist komplex und zieht aufgrund von Epsteins Beziehungen zur High Society weiterhin Spekulationen an. Nach offiziellen Angaben nahm sich Epstein mit 66 Jahren 2019 das Leben, dennoch ranken sich um seinen Todesfall bis heute viele Theorien. Auch das Engagement Trumps bei Partys mit Epstein wird oftmals in Videos belegt, was der Affäre zusätzliche Würze verleiht. Der politische Schlagabtausch um die Publikation des vermeintlichen Grußes dürfte die öffentliche Diskussion wohl kaum beruhigen.

