Epic zwingt Fortnite-Spieler öffentlich zu Entschuldigung – Bann und Klage sorgen für Aufsehen
Epic Games verschärft seinen Kurs gegen Betrug in Fortnite und setzt dabei erneut auf maximale Öffentlichkeit. In einem aktuellen Fall wurde ein Spieler, der gestohlene Fortnite-Accounts beschafft und weiterverkauft hatte, nicht nur dauerhaft aus dem Spiel ausgeschlossen, sondern auch zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen. Zusätzlich floss eine Vergleichszahlung, die Epic Games nach eigenen Angaben an eine Wohltätigkeitsorganisation spendet.
Der Fall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer klar erkennbaren Strategie. Der Fortnite-Herausgeber koppelt seit Monaten permanente Bans mit Klagen und öffentlichen Schuldeingeständnissen. Ziel ist es, die Konsequenzen sichtbar zu machen, nicht nur für die Betroffenen, sondern für die gesamte Community.
Öffentliche Reue als Teil der Strafe
Bestätigt wurde der Fall über einen offiziellen Beitrag von Epic auf X.com (vormals Twitter). Darin stellte das Unternehmen klar, dass der Zugriff auf fremde Accounts sowie deren Weiterverkauf gegen die Regeln verstoßen und rechtliche Schritte nach sich gezogen haben. Der betroffene Spieler musste sich anschließend direkt an die Fortnite-Community wenden.
In der veröffentlichten Erklärung räumte „Chucklin Ducklin“ ein, sich unrechtmäßig Zugang zu Epic-Games-Konten verschafft und diese verkauft zu haben. Er bestätigte zudem, dass er dauerhaft von Fortnite ausgeschlossen wurde und eine finanzielle Einigung erzielt wurde, deren Summe Epic an eine gemeinnützige Organisation weiterleitet. Wie hoch der Betrag ist und welche Organisation davon profitiert, ließ das Unternehmen und der Beschuldigte offen.
Epic Games bestraft Fortnite-Account-Diebstähle hart (und gerecht)
Der Ablauf erinnert stark an frühere Fälle, wie Dexerto.com berichtet. Bereits im Februar 2025 wurde ein Turnier-Cheater verklagt, der nicht nur Preisgelder zurückzahlen musste, sondern auch ein öffentliches Entschuldigungsvideo veröffentlichte. Im Sommer folgte ein weiterer Fall, bei dem Cheat-Verkäufer und DDoS-Angriffe eine Rolle spielten, ebenfalls mit dauerhaftem Bann und öffentlicher Reueerklärung.
Epic Games verfolgt damit eine klare Linie. Es geht längst nicht mehr nur um das Entfernen einzelner Regelbrecher, sondern um Abschreckung. Wer gegen Fortnite verstößt, soll nicht still und leise verschwinden, sondern als warnendes Beispiel dienen.
Die Reaktionen der Fortnite-Community ließen nicht lange auf sich warten. Unter dem Beitrag häuften sich Kommentare, die weniger Mitgefühl als Häme zeigten. Viele Nutzerinnen und Nutzer machten sich über den inzwischen vertrauten Tonfall solcher Entschuldigungen lustig. Andere bezeichneten die öffentlichen Statements als demütigend, aber effektiv. Diese Schuldeingeständnisse führen dazu, dass niemand der oder die Nächste sein möchten. Genau der Effekt, den der Fortnite-Herausgeber beabsichtigt.

Fortnite war ursprünglich als Koop-Survival-Shooter gedacht und wurde durch den kostenlosen Battle Royale-Modus zur Mega-Plattform. – Bilder: Epic Games – Montage
Abschreckung statt „stille Bans“
Still soll es nur zu Weihnachten sein. Mit dieser Strategie positioniert sich Epic Games deutlich aggressiver als viele andere Publisher. Während Account-Handel und Cheating oft im Verborgenen bekämpft werden, setzt Fortnite auf Sichtbarkeit. Das Risiko für Regelbrecher ist damit nicht nur der Verlust des Accounts, sondern auch ein nachhaltiger Imageschaden inklusiver öffentlicher Erklärung.
Ob diese Methode langfristig wirkt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Man möchte damit ein deutliches Zeichen setzen. Wer betrügt, riskiert nicht nur den Ausschluss, sondern auch, öffentlich dafür einzustehen. Für viele Spielerinnen und Spieler dürfte das eine stärkere Abschreckung sein als jeder stille Bann im Hintergrund.
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