Enttäuschende Quartalszahlen belasten Rheinmetall-Aktie
Die jüngsten Quartalszahlen von Rheinmetall haben bei den Anlegern für Ernüchterung gesorgt. Die Aktien des Rüstungs- und Automobilzulieferers verzeichneten einen Rückgang von 5,7 Prozent und schlossen den Handel im DAX als Schlusslicht bei 1.682 Euro. Zuvor hatten sich die Papiere in einem Bereich zwischen 1.650 und knapp 1.900 Euro bewegt. Auch andere Unternehmen der Branche, wie Renk und Hensoldt, mussten Kursverluste von 6,8 beziehungsweise 4,9 Prozent hinnehmen.
Der Umsatz und das operative Ergebnis von Rheinmetall blieben im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Die Aktien hatten seit Beginn des Jahres eine bemerkenswerte Rally erlebt, die sich jedoch nach Erreichen eines Rekordhochs bei 1.944 Euro im Juni verlangsamte. Anleger nutzten die Gelegenheit, um Gewinne zu realisieren.
George McWhirter von der Privatbank Berenberg bemängelte ein schwächeres Quartalsergebnis, das die Konsensschätzungen verfehlte. Der operative Gewinn stieg zwar, lag jedoch 2,6 Prozent unter den Marktschätzungen. Die Profitabilität des Unternehmens verringerte sich, auch aufgrund niedrigerer Barmittel aus dem operativen Geschäft.
Jens Klatt vom Handelshaus XTB stellte fest, dass der schleppende Auftragseingang im aktuellen Umfeld des Rüstungsbooms besonders enttäuschend wirke. Eine mögliche Waffenruhe in der Ukraine könnte die Auftragslage zusätzlich belasten. In diesem Kontext wurde bekannt, dass der russische Präsident Wladimir Putin ein Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump plant, um mögliche Schritte zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine zu diskutieren.

