Energiewende 2024: Neue Erkenntnisse decken ungenutzte Potenziale auf
Neue Studie zeigt: Gezielte Informationskampagnen können das Engagement für die Energiewende deutlich steigern

21. November 2024, 15:30 Uhr · Quelle: Pressebox
Die Energiewende in Deutschland zeigt durch eine Umfrage, dass 65 % der Deutschen sie als wichtig erachten, jedoch 35 % keine grünen Alternativen nutzen. Besonders gut informierte Bürger und Führungskräfte sind bereit, höhere Kosten für nachhaltige Energie zu tragen, wobei Unternehmen großes Potenzial zur Förderung erkennen.

Ruderting, 21.11.2024 (PresseBox) - Die Energiewende ist für Deutschland als bevölkerungsreichstes Mitglied der EU nicht nur ein wichtiger Hebel im Kampf gegen den Klimawandel, sondern auch eine zentrale Strategie zur nachhaltigen Transformation der Wirtschaft.

Im Jahr 2023 wurde erstmals mehr als die Hälfte (53 %) des Stroms in Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt. Im ersten Halbjahr 2024 stieg der Anteil auf 62 % und soll bis 2030 auf mindestens 80 % anwachsen – eine Zielsetzung, die erhebliche Investitionen und eine Beschleunigung der Ausbauprozesse erfordert. (Quelle: Bundesregierung)

Um die Chancen und Herausforderungen der deutschen Bevölkerung sowie ihre Bereitschaft zur Umsetzung der Energiewende im privaten und unternehmerischen Bereich zu erfassen, hat die Energie-Einkaufsgemeinschaft wattline gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut SKOPOS im Jahr 2024 eine umfassende Online-Befragung durchgeführt. Über ein repräsentatives Online-Access-Panel wurden 1.111 Personen befragt, darunter 672 Berufstätige und 328 Entscheider. Die Ergebnisse präsentieren wir Ihnen in diesem Fachartikel.

Den Inhalt der Studie können Sie in gekürzter Form auch hier als PDF-Dokument herunterladen: Studie zur Energiewende 2024: Einstellung und Umsetzung im Alltag und Unternehmen

Knapp zwei Drittel der Deutschen halten die Energiewende für einen wichtigen Aspekt im Alltag

Die Energiewende bewegt Deutschland – und das nicht nur in der Theorie. Laut der aktuellen Studie betrachten 65 % der Deutschen die Energiewende als einen wichtigen Aspekt im Alltag. Doch die Realität zeigt ein ambivalentes Bild: Trotz des großen Interesses nutzen mehr als ein Drittel (35 %) der Befragten keine grünen Energieoptionen oder energieeffizienten Maßnahmen.

Hier stellt sich die Frage, wie die Umsetzung der Energiewende weiter gefördert werden kann. Die Antwort darauf: Gezielte Informationskampagnen könnten das Engagement für die Energiewende deutlich beeinflussen.

Wissen zahlt sich aus: Gut informierte Bürger unterstützen die Energiewende

Ein zentrales Ergebnis der Studie zeigt, dass der Informationsstand einen entscheidenden Einfluss auf die Wahrnehmung und das Engagement für die Energiewende hat. 89 % der Befragten, die sich gut über nachhaltige Energieversorgung informiert fühlen, sind auch bereit, höhere Kosten zu tragen.

Das bedeutet: Je besser die Menschen über nachhaltige Energieversorgung informiert sind, desto größer ist ihre Bereitschaft, mehr Geld für grüne Energie auszugeben und die Bedeutung der Energiewende anzuerkennen.

Besonders deutlich wird dies in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen, die mit 69 % überdurchschnittlich häufig die Energiewende als wichtigen Aspekt ihres Alltags nennen. Von ihnen fühlen sich 49 % im Vergleich zu durchschnittlich 42 % gut über nachhaltige Energieversorgung informiert – der höchste Wert unter allen Altersgruppen.

So zeigt diese Gruppe im Vergleich auch die höchste Zahlungsbereitschaft für den Umstieg auf grüne Energie: 59 % sind bereit, Mehrkosten in Kauf zu nehmen. Dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt von 44 %.

Unternehmen als Vorreiter der Energiewende: Junge Führungskräfte zeigen höchste Zahlungsbereitschaft

In der Unternehmenslandschaft zeigt sich ein ähnliches Muster: 56 % der Führungskräfte fühlen sich gut über nachhaltige Energieversorgung informiert, während dieser Anteil bei den Nicht-Führungskräften nur 33 % beträgt. Dieser Unterschied im Wissensstand spiegelt sich direkt in der Wahrnehmung der Energiewende wider: 70 % der Führungskräfte halten die Energiewende für wichtig, bei den Nicht-Führungskräften liegt dieser Wert mit 57 % deutlich unter dem Durchschnitt von 65 % (siehe oben).

Dieser Unterschied zeigt sich auch in der Bereitschaft, mehr für grüne Energie zu bezahlen: 58 % der Führungskräfte sind bereit, höhere Kosten zu akzeptieren, während nur 40 % der Nicht-Führungskräfte diese Bereitschaft zeigen.

Bemerkenswert ist die spezifische Zahlungsbereitschaft unter den Führungskräften, von denen 35 % bereit wären, zwischen 3 % und 7 % mehr für den Umstieg auf nachhaltige Energiequellen zu zahlen. Rund 30 % der von ihnen würden sogar 5 % bis 10 % höhere Kosten in Kauf nehmen. Besonders ausgeprägt ist diese Bereitschaft bei jüngeren Führungskräften. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen liegt der Anteil derjenigen, die bereit sind, 10 % oder mehr für grüne Energie zu zahlen, im Vergleich am höchsten.

Großes Potenzial für die Energiewende durch engagierte Führungskräfte und junge Generationen

Die Energiewende wird von einer breiten Mehrheit in Deutschland als positive Entwicklung gesehen, wobei der Klimaschutz mit 62 % als größte Chance hervorgehoben wird. Auch der Naturschutz (54 %), technologische Innovationen (32 %), die Schaffung neuer Arbeitsplätze (25 %) und das Potenzial für wirtschaftliches Wachstum (21 %) zählen zu den Vorteilen, die viele in der Energiewende erkennen.

Dennoch gibt es auch kritische Stimmen: 14 % der Befragten sehen keine Chancen in der Energiewende und blicken den angestrebten Zielen skeptisch entgegen. Trotz dieser Vorbehalte signalisiert ein beachtlicher Anteil von 41 % der Befragten ihre Bereitschaft, aktiv Maßnahmen zur Förderung der Energiewende zu unterstützen.

Besonders ausgeprägt ist diese Bereitschaft bei Führungskräften und in jüngeren Generationen. 55 % der Führungskräfte sind bereit, konkrete Maßnahmen zur Förderung der Energiewende umzusetzen. Ähnlich hohe Werte zeigen sich in den Altersgruppen der 18- bis 29-Jährigen (55 %) und 30- bis 39-Jährigen (54 %).

Investitionsbereitschaft trotz Kostenrisiko: Diese Unterstützung fordern Unternehmen zur Umsetzung der Energiewende

Führungskräfte zeigen eine bemerkenswerte Bereitschaft, in grüne Energie zu investieren und Maßnahmen zur Förderung der Energiewende zu unterstützen, obwohl sie mehrheitlich (60 %) die hohen Kosten als größtes Risiko der Energiewende ansehen. Mehr als die Hälfte (53 %) sieht in den finanziellen Ressourcen die größte Herausforderung bei der Umsetzung im Unternehmen.

Um die Energiewende schneller voranzutreiben, halten 55 % der Führungskräfte finanzielle Förderprogramme für besonders hilfreich. Darüber hinaus wünschen sie sich eine Vereinfachung bürokratischer Prozesse (48 %) sowie gezielte Beratungs- und Informationsangebote (33 %).

Grüner Fortschritt mit Luft nach oben: Unternehmen erkennen Potenzial zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Die Energiewende nimmt in deutschen Haushalten und Unternehmen konkrete Formen an – und Ökostrom ist dabei die am häufigsten genutzte Maßnahme. Bereits 40 % der Privathaushalte und 37 % der Unternehmen setzen bereits auf diese nachhaltige Energiequelle. Direkt dahinter folgt die Nutzung von Solarenergie, mit 23 % in Haushalten und 29 % in Unternehmen.

Der Wandel ist also in vollem Gange – aber die Möglichkeiten für weitere Fortschritte sind noch lange nicht ausgeschöpft. Vor allem in den Unternehmen gibt es noch erhebliche Potenziale. Führungskräfte erkennen die Chancen zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Unternehmen besonders deutlich – 58 % sehen hier großes oder sehr großes Potenzial. Auch mehr als die Hälfte (53 %) der Nicht-Führungskräfte erkennt diese Chance.

Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung im Unternehmen sind aus Sicht der Führungskräfte zwei zentrale Kriterien: Die Zuverlässigkeit der Energieversorgung, die 88 % als besonders wichtig erachten, und die Kosteneffizienz, die für 85 % oberste Priorität hat. Grüne Energieoptionen müssen sich daher als wirtschaftlich tragfähige und verlässliche Alternativen etablieren, um nachhaltiges Wachstum zu fördern und gleichzeitig die betriebliche Stabilität zu sichern.

Grüne Energie kosteneffizient und zuverlässig gestalten – Energie-Einkaufsgemeinschaften als Wettbewerbsvorteil

Das Konzept der Energie-Einkaufsgemeinschaften (EEG) bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich zusammenzuschließen und ihren Energieeinkauf gebündelt zu organisieren. Dadurch erhalten sie Zugang zu Großhandelskonditionen, die sonst nur Großabnehmern vorbehalten sind. Die Bündelung des Bedarfs führt nicht nur zu niedrigeren Energiekosten, sondern bietet auch langfristige Budget- und Planungssicherheit durch stabile Konditionen.

Besonders in Zeiten volatiler Energiemärkte sind Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit zentrale Kriterien bei der Energieversorgung – und genau hier setzen Energie-Einkaufsgemeinschaften wie wattline an. Sie bieten eine stabile und wirtschaftlich tragfähige Basis für die Energiebeschaffung, die für Unternehmen einen entscheidenden Kostenvorteil bedeuten kann.

Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien sind sie eine wertvolle Unterstützung: Jedes Mitglied profitiert vom Zugang zu Großhandelspreisen, wodurch grüne Energiequellen wie Ökostrom und Biogas auch für kleinere Unternehmen wirtschaftlich attraktiv und finanzierbar werden.

Trotz dieser klaren Vorteile kennen nur rund 41 % der Unternehmen in Deutschland das Konzept der Energie-Einkaufsgemeinschaften, wodurch eine Mitgliedschaft zu einem klaren Wettbewerbsvorteil werden kann: Sie agieren nicht nur kosteneffizienter, sondern auch nachhaltiger und können so ihre Marktposition stärken und sich langfristig zukunftssicher aufstellen.

Prüfen Sie jetzt mit dem Energiekostencheck von wattline, ob auch Sie von exklusiven Großhandelspreisen für Strom und Gas profitieren und Ihre Energiekosten nachhaltig senken können.

Energie- / Umwelttechnik
[pressebox.de] · 21.11.2024 · 15:30 Uhr
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