Energieriese aus Großbritannien meldet Comeback: OEG Energy Group mit Milliardenbewertung übernommen
Der britische Energieservice-Gigant OEG Energy Group, mit Hauptsitz in Aberdeen, verzeichnete im Jahr 2024 einen bemerkenswerten Turnaround. Nach einem Vorsteuerverlust von 14,9 Millionen Dollar im Jahr 2023 konnte das Unternehmen einen Vorsteuergewinn von 4,4 Millionen Dollar verbuchen. Ein deutlicher Umsatzanstieg von 320,5 Millionen Dollar auf 537,3 Millionen Dollar und ein Zuwachs der Mitarbeiterzahl von 1.052 auf 1.361 unterstreichen diese Erfolgsgeschichte.
Die Ergebnisse wurden kurz nach der Übernahmebekanntgabe durch die US-Investmentgruppe Apollo veröffentlicht, die OEG Energy Group im März 2024 kaufte. Bekannt für seine Dienstleistungen im Offshore-Bereich wie Öl, Gas und Windenergie, ist OEG weltweit in 65 Ländern tätig und operiert eine der größten Flotten von Frachtcontainereinheiten in der Offshore-Energieindustrie.
Apollo erwarb den Mehrheitsanteil an der Gruppe von Oaktree Capital Management, während Oaktree und andere Investoren Minderheitsbeteiligungen behielten.
Einige der vorigen Eigentümer von OEG erhielten vor der Übernahme eine beeindruckende Zwischendividende von 374,2 Millionen Pfund. John Heiton, CEO von OEG Energy Group, kommentierte im Februar: "Das Jahr 2024 war ein weiteres erfolgreiches Jahr, in dem wir unsere strategischen Ziele übertroffen und weiteres Wachstum erzielt haben. Mehr als die Hälfte unserer Umsätze zu erzielen mit Offshore-Windenergie zeigt, wie schnell wir in diesem Bereich gewachsen sind."
Heiton hob auch die geo-strategische Expansion des Unternehmens in Wachstumsmärkte wie Südkorea, Japan und die Ostsee hervor. OEG investiert weiterhin in seine Flotte von CCUs und unterstreicht die Unterstützung von Kunden bei der Energieproduktion, während weltweit Energie-Sicherheit ein zentrales Thema bleibt. Im Zuge der Diversifizierung wird OEG im Jahr 2025 unter dem neuen Namen One Energy Group auftreten, was die Einheitlichkeit des Geschäfts unterstreichen soll.
In einem Interview kritisierte Heiton jedoch die britische Regierung für ihre "konfuse" Energiestrategie, die das wirtschaftliche Potenzial der Region Aberdeen gefährde.

