Energiepreis-Analyse: Erneuerbare Energien bleiben Spitzenreiter in den USA
Erneuerbare Energien wie Solar- und Onshore-Windkraft erweisen sich in den USA als die kostengünstigsten und schnellsten Energiequellen, die ohne staatliche Subventionen entwickelt werden können. Dies geht aus einem aktuellen Bericht von Lazard hervor, einem globalen Finanzdienstleistungsunternehmen, das seine jährliche Analyse der Levelized Cost of Energy+ veröffentlichte.
Gleichzeitig erreichen die Kosten für den Bau neuer Gaskraftwerke den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt. Grund dafür ist der Rekordstromverbrauch des Landes sowie Rückstände bei der Lieferung von Turbinen und anderen wichtigen Bestandteilen für die Errichtung dieser Anlagen. Dies stellt die USA vor eine Herausforderung, da der Strombedarf mit dem Wachstum energieintensiver Datenzentren und der Elektrifizierung von Branchen wie dem Transportwesen weiter ansteigt.
Die Debatte über die zukünftige Energieversorgung des Landes wird durch eine Verschiebung der Unterstützung hin zu fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas gegenüber den erneuerbaren Energien, die von Ex-Präsident Joe Biden gefördert wurden, zusätzlich angefacht. Verschiedene Stromerzeugungsquellen haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit des Stromnetzes und den Klimawandel.
Der Bericht zeigt auf, dass die Baukosten für eine groß angelegte Solaranlage zwischen 38 und 78 US-Dollar pro Megawattstunde liegen, während sich die Kosten für Erdgas-Kombikraftwerke auf 48 bis 107 US-Dollar pro Megawattstunde belaufen. Kleine gemeinschaftliche Solar- und Gasreservekraftwerke sind dabei deutlich teurer.

