Energiekontor auf Kurs – Trotz Gegenwind stark unterwegs
Der deutsche Entwickler von Wind- und Solarparks, Energiekontor, zeigt sich zur Jahresmitte robust, trotz einiger Herausforderungen auf dem operativen Spielfeld. Fortschritte bei der Projektentwicklung gaben dem Unternehmen im ersten Halbjahr Rückenwind, obwohl das Windaufkommen weniger günstig ausfiel und die Effizienz der Parks beeinträchtigte. CEO Peter Szabo ist jedoch zuversichtlich, dass das Unternehmen auf seinem prognostizierten Kurs für das Jahresgewinnziel bleibt.
Ein erfreuliches Börsenergebnis spiegelt diesen Optimismus wider: Die im SDax notierte Aktie stieg am Donnerstag um beachtliche zehn Prozent und näherte sich damit einem kürzlich erreichten Höchststand. Obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 76 Millionen Euro sank, war ein deutliches Plus bei der Gesamtleistung zu verzeichnen, was den Fortschritt laufender Planungen und Bauaktivitäten betont.
Ein beeindruckender Sprung beim Ergebnis vor Steuern um rund 70 Prozent auf 28,3 Millionen Euro unterstreicht den Erfolg. Der Nettogewinn verdoppelte sich und betrug im ersten Halbjahr 24 Millionen Euro.
Energiekontor vermarktet fleißig seine Windprojekte: Kürzlich wurde der Verkauf von zwei Anlagen erfolgreich abgeschlossen, und zusätzlich sind zwei weitere Verträge bestätigt. Auch künftige Projekte für den Eigenbestand werden fleißig geplant und umgesetzt.
Konträr dazu zieht sich das Unternehmen jedoch aus dem US-amerikanischen Windmarkt zurück, ausgelöst durch die politische Haltung der Regierung unter Präsident Donald Trump. Daher wurde der Betrieb des 333-Megawatt-Windparks eingestellt. Für das Jahr 2025 plant Szabo optimistisch mit einem Vorsteuergewinn zwischen 70 und 90 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 36 Millionen Euro des Vorjahres bedeuten würde. Es wird darauf vertraut, dass das starke Geschäft in der Projektierung und im Verkauf von Energieparks eine etwaige Schwäche in der eigenen Stromproduktion mehr als ausgleichen kann.

