Energiehunger der US-Datenzentren droht, alternde Energienetze zu überfordern
Der Energiebedarf für Datenzentren in den USA wird sich bis 2028 voraussichtlich verdoppeln, warnt das Lawrence Berkeley National Laboratory. Angesichts einer veralteten Infrastruktur und langwieriger Netzanschlüsse ist das bestehende Stromnetz jedoch nicht darauf ausgelegt, diese Nachfrage zu bewältigen. Lösungsansätze könnten vermehrt in der Eigenversorgung der Datenzentren durch Off-Grid-Energiequellen liegen. Besonders Erdgas bietet sich hier als eine bedeutende Energiequelle an.
Chad Zamarin, CEO von Williams Companies, betont die Dringlichkeit, Datenzentren direkt zu versorgen, anstatt jahrelang auf den Netzausbau zu warten. Dies spiegelt sich auch in den positiven Aktienentwicklungen von Energieunternehmen wider: Expand Energy, EQT Corporation und Range Resources verzeichnen robuste Kurssteigerungen. Die Williams Companies selbst melden einen Anstieg von über 32 Prozent.
Derlei Off-Grid-Projekte befinden sich im Aufwind, so kooperiert etwa Talen Energy mit Amazon Web Services für die Lieferung von Atomstrom. Dennoch sind Erdgasanlagen schneller realisierbar, was Unternehmen wie Energy Transfer und Blackstone bereits in vielfältige Projekte investieren lässt.
Meta plant zudem ein gigantisches Datencenter in Louisiana, und Chevron geht Partnerschaften für den Bau von Erdgasanlagen ein. Der optimistische Ausblick auf einen möglichen Erdgasboom wird von Branchenexperten geteilt, die die Effizienz und Bedeutung für die wachsende Energienachfrage betonen.

