Ende einer Ära: Abschluss des Schallschutzprogramms am Berliner Flughafen naht
Nach über zwei Jahrzehnten endet die Frist für das Schallschutzprogramm am Flughafen Berlin-Brandenburg. In einer knappen Woche, am 4. November, verlieren Anwohner die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für Lärmschutzmaßnahmen zu beantragen.
Dieses Programm, das im Zuge des Umbaus des damaligen Flughafens Schönefeld initiiert wurde, ist seit dem Planfeststellungsbeschluss von 2004 verankert. Das betroffene Gebiet erstreckt sich rund 40 Kilometer von Ludwigsfelde im Westen bis Gosen im Osten und umfasst etwa 26.500 anspruchsberechtigte Haushalte.
Bis September 2025 wurden laut Flughafengesellschaft Anträge für circa 22.800 Haushalte eingereicht und 22.161 davon bearbeitet. In mehr als 5.200 Haushalten sind bereits Maßnahmen umgesetzt oder individuelle Lösungen gefunden worden, während 8.100 Antragstellende noch auf die Umsetzung warten. Zusätzlich wurden rund 7.700 Haushalten Entschädigungen zugesprochen. Die Gesamtausgaben der Flughafengesellschaft für diese Vorhaben belaufen sich auf etwa 466 Millionen Euro.
Interessanterweise verzeichnete die Flughafengesellschaft in den letzten zwei Jahren nur noch vereinzelte Anträge, mit bisher 102 Anträgen seit Jahresbeginn. Doch seit Oktober ist ein 'sehr deutlicher Anstieg' erkennbar, so die Sprecherin, obwohl einige Anträge unvollständig und somit nicht bearbeitbar sind.

