Elmos: Optimismus trotz Umsatzrückgang im dritten Quartal
Der Chipproduzent Elmos blickt optimistisch in die Zukunft und sieht Anzeichen für eine Belebung seines Neugeschäfts. Wie Arne Schneider bei der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse betonte, endet die Lagerbereinigung bei Kunden, und Bestellungen kehren zu normalen Mengen zurück.
Bekanntlich wirkt sich dies aktuell noch nicht auf die Umsätze aus, die im dritten Quartal um etwa zehn Prozent auf 140,8 Millionen Euro sanken. Gründe hierfür sind die Einführung eines neuen IT-Systems und die damit verbundene Verschiebung von Aufträgen ins vierte Quartal. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verzeichnete einen Rückgang von 20 Prozent auf 31,7 Millionen Euro, was eine Margenverschlechterung auf 22,5 Prozent mit sich brachte.
Trotz dieser Zahlen korrigiert Elmos seine Umsatzprognose für 2025 leicht nach unten auf 580 Millionen Euro, mit einer marginalen Abweichung von 20 Millionen Euro. Die Erwartungen für die Gewinnmarge bleiben mit 23 Prozent am unteren Rand der bisherigen Voraussage. Positiv hervorgehoben wird die signifikant erhöhte Erwartung für den freien Cashflow, der nun bei zehn Prozent des Umsatzes gesehen wird, drei Prozentpunkte mehr als zuvor.
Schneider zeigt sich zudem für das bevorstehende Schlussquartal stark und prognostiziert ein vielversprechendes Jahr 2024. Diese Einschätzung basiert auf dem robusten Produktportfolio und der kürzlich erfolgten Neuorganisation nach dem Verkauf der eigenen Waferproduktion.
Analyst Veysel Taze vom Bankhaus Metzler bewertet das Quartal als solide und die Prognosen als bestätigt. Überrascht hat ihn insbesondere die positive Entwicklung der operativen Marge. Die Aktie von Elmos, gelistet im SDax, erfreute sich aufgrund dieser Nachrichten eines Zuwachses von über neun Prozent und verzeichnete somit einen Jahresgewinn von 28 Prozent.

