Eisenbahnunglück in Spanien fordert zahlreiche Tote
Nach einem schweren Unglück im Süden Spaniens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 39 gestiegen, wie der staatliche Fernsehsender RTVE unter Berufung auf die Polizeibehörde Guardia Civil berichtete. Insgesamt wurden 73 Menschen nach dem Zusammenstoß in Krankenhäuser der andalusischen Stadt Córdoba transportiert. Darunter befinden sich 24 Schwerverletzte, von denen vier Minderjährige sind. Die Tragödie ereignete sich, als ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba entgleiste.
Der Zug war mit mehr als 300 km/h unterwegs, als er auf das benachbarte Gleis geriet. Just in diesem Moment passierte ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe die Stelle und wurde durch den Aufprall aus den Schienen geschleudert. Der Aufprall war so stark, dass zwei vordere Waggons des Renfe-Zuges eine vier Meter hohe Böschung hinunterstürzten und weitgehend zerstört wurden, erklärte Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente. Der Iryo-Zug war von Málaga nach Madrid unterwegs, während der Renfe-Zug von Madrid nach Huelva fuhr.
Der Eisenbahnverkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien musste unterbrochen werden. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte sein tiefes Mitgefühl aus und sicherte schnelle Unterstützung zu. Das Unglück wurde als 'Nacht tiefen Schmerzes für unser Land' bezeichnet. Auch das spanische Königshaus und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprachen den Opfern und deren Angehörigen ihr Beileid aus.

