Einreise-Stopp für Gazastreifen: USA pausiert Visa-Vergabe aus Sicherheitsbedenken
Die US-Regierung hat die Vergabe von Besuchsvisa für Menschen aus dem Gazastreifen vorübergehend ausgesetzt. Laut einer Mitteilung des Außenministeriums stehen die Methoden zur Ausstellung von temporären medizinisch-humanitären Visa aktuell auf dem Prüfstand. Diese Überprüfung betrifft eine geringe Anzahl von Visa, die in den vergangenen Tagen gewährt wurden.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass einige Organisationen, die bei der Beschaffung dieser Visa involviert waren, mutmaßliche Verbindungen zu terroristischen Gruppen wie der Hamas aufweisen. Auf CBS News betonte Rubio, keine Partnerships mit Gruppen einzugehen, die der Hamas nahestehen oder diese unterstützen.
Die wenigen erteilten Visa betrafen nicht nur schwerstkranke Kinder, sondern auch deren erwachsene Begleiter. Diese Visa ermöglichten bis dato eine medizinische Behandlung in den USA. Konkrete Zahlen zu ausgestellten Visa wurden nicht bekanntgegeben, und es bleibt unklar, ob der Stopp auch bereits erteilte Visa betrifft. Die „New York Times“ berichtete, dass diese Einreisen eine lebenswichtige Versorgung für Kinder ermöglicht haben.
Zusätzlich zur Regierungsentscheidung entfachte die ultrarechte Aktivistin Laura Loomer auf der Plattform X eine hitzige Diskussion. Sie veröffentlichte Videos und stellte infrage, warum „islamische Eindringlinge“ unter der Trump-Regierung in die USA gelangen. Ihre Kritik richtet sich vor allem an die in Ohio ansässige Organisation "HEAL Palestine", die Familien bei der medizinischen Versorgung ihrer Kinder unterstützt. Loomers Posts bezeichneten diese Einreisen als Sicherheitsrisiko und propagierten eine „America First“-Politik. Den Einreisestopp wertet Loomer als persönlichen Erfolg im Sinne dieser Politik.

