Ein globaler Schulterschluss gegen die Plastikflut fordert Entschlossenheit
In der aktuellen UN-Konferenz in Genf läuft alles auf eine entscheidende Frage hinaus: Können die fortschrittlich eingestellten Nationen eine Einigung mit den Entwicklungsstaaten erzielen, die bei der Bekämpfung von Plastikverschmutzung dringend Unterstützung brauchen, aber auch wirtschaftliche Nachteile fürchten? Unbestritten ist, dass ohne finanzielle Hilfen, den Transfer von Technologie und Unterstützung beim Aufbau moderner Abfallwirtschaft ein Wandel schwierig bleibt. Die Lösung könnte in einer speziellen Abgabe, die Plastikhersteller zu leisten hätten, gefunden werden.
Diese finanzielle Basis könnte den notwendigen Druck erzeugen, um die gegenwärtigen Blockierer zu überzeugen und die Konferenz in Genf zu einem Erfolg zu machen. Eine Vereinbarung, die wie Mikroplastik auseinanderfällt, wäre hingegen kaum hilfreich. Notwendig sind daher klare Ziele zur Reduzierung von Plastik, strategische Vorgaben für eine geschlossene Kreislaufproduktion und kontrollierte Maßnahmen für die Umsetzung – insbesondere mit Blick auf die ärmeren Länder, die besonders hart von der Plastikproblematik betroffen sind.
Damit die Welt ein effektives Abkommen gegen die stetig wachsende Plastikflut erhält, sind Entschlossenheit und ein gemeinsames Vorgehen essenziell.

