Effiziente Qualitätskontrollen in der Fertigung durch hochpräzise Infrarotmesstechnik
Wie moderne Messtechnik die Produktionsprozesse optimiert und die Fehlerquote minimiert
Dresden, 20.05.2026 (PresseBox) - Ob Müsliverpackung, Tiefkühlkost oder Versandtasche – Kunststofffolienverpackungen sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Was für Verbraucher selbstverständlich dicht sein muss, ist in der Produktion eine hochkritische Aufgabe: Foliensiegelnähte müssen unter Echtzeitbedingungen zuverlässig überwacht werden. DIAS Infrared GmbH aus Dresden zeigt, wie effiziente Qualitätsprüfung in der Fertigung mit Infrarotmesstechnik gelingt – präzise, berührungslos und vollautomatisch.
Das Problem: Millisekunden entscheiden über Qualität oder Ausschuss
In der Verpackungsindustrie entscheiden oft Millisekunden und wenige Grad Celsius über Erfolg oder Ausschuss. Foliensiegelnähte entstehen durch das präzise Zusammenspiel von Hitze und Druck: Der thermoplastische Kunststoff schmilzt kurzzeitig auf, verbindet sich und erstarrt zu einer dichten Barriere.
Ist die Temperatur zu niedrig, findet keine ausreichende Verschmelzung statt. Ist sie zu hoch, kann die Folie verbrennen oder spröde werden – mit weitreichenden Folgen: aufplatzende Tüten während des Transports, verdorbene Lebensmittel durch eintretenden Sauerstoff oder kostspielige Rückrufaktionen. Herkömmliche, berührende Messmethoden sind in schnellen Taktfolgen oft zu träge oder beschädigen das Produkt. Hier setzt die Infrarotmesstechnik an.
Die Lösung: Thermografische Prozessüberwachung mit PYROVIEW & PYROSOFT Automation
DIAS Infrared setzt auf eine bewährte Systemlösung aus der Wärmebildkamera-Serie PYROVIEW und der spezialisierten Software PYROSOFT Automation. Das kompakte, industrietaugliche System überwacht Randschweißnähte und Bodennähte direkt nach dem Schweißvorgang – berührungslos, in Echtzeit und ohne Produktionsverzögerung.
Der entscheidende Vorteil gegenüber punktuellen Messverfahren: Das System betrachtet nicht nur einen einzelnen Punkt, sondern die gesamte Geometrie der Naht. Für eine sichere Verbindung müssen im Prozess drei wesentliche Parameter erfüllt sein:
- Ausdehnung (Breite/Dicke): Entspricht die thermische Spur der Naht den Vorgaben?
- Temperaturverteilung: Ist die Mindesttemperatur (oft ca. 50 °C, je nach Material) über die gesamte Nahtlänge konstant?
- Gesamtpixelanzahl: Ein Maß für die energetische Homogenität der Verschweißung.
Was das System besonders leistungsstark macht, ist die algorithmische Auswertung der Infrarotdaten: Die Kamera erkennt die Wärmesignatur der Naht, PYROSOFT Automation analysiert diese bis auf das einzelne Pixel genau. Anhand dieser Daten wird in Millisekunden eine Gut/Schlecht-Entscheidung getroffen.
Über ein integriertes IO-System erhält die SPS der Anlage sofort den Befehl, fehlerhafte Verpackungen – etwa solche mit zu schmaler Naht – automatisch auszusortieren. So lässt sich die Fehlerquote senken durch Infrarotmessung in der Produktion auf ein Minimum – und das ohne manuellen Eingriff.
Flexibel, dokumentiert, zukunftssicher
In der Praxis müssen Anlagen oft verschiedene Formate und Materialien verarbeiten. PYROSOFT Automation ermöglicht es, für unterschiedliche Produkte individuelle Vorlagen zu speichern. Wechselt die Produktion von der kleinen 250-g-Tüte auf die große Vorratspackung, wird das passende Parameterset einfach per Klick oder vollautomatisch über die SPS-Anbindung geladen.
Für den Qualitätsnachweis ist die integrierte Dokumentationsfunktion essenziell: Jedes Messergebnis kann als IR-Datensatz, Bild- oder Logdatei gespeichert werden. Im Falle einer Reklamation lässt sich so lückenlos nachweisen, dass die Schweißnaht zum Zeitpunkt der Produktion alle Qualitätskriterien erfüllt hat.
Fazit: Infrarotmesstechnik in der Fertigung als Schlüssel zur Qualitätskontrolle
Die berührungslose Temperaturmessung an Schweißnähten ist weit mehr als eine technische Spielerei – sie ist eine handfeste Versicherung gegen Produktionsausfälle und Imageverluste. Wer heute seine Prozesse automatisieren und gleichzeitig die Fehlerquote minimieren will, kommt an der thermografischen Überwachung nicht vorbei.
Durch den Einsatz der PYROVIEW-Kameras und PYROSOFT Automation wird Qualität sichtbar und messbar – und das im 24/7-Dauerbetrieb unter rauen Industriebedingungen. Damit stellt die Infrarotmesstechnik in der Fertigung zur Qualitätskontrolle insbesondere in schnell laufenden Produktionsprozessen eine effektive Alternative zu Stichproben dar.
Weiterführende Links:
- Anwendungsberichte & Case Studies: Infrarot-Thermografie in der Kunststoff-Industrie
- Website DIAS Infrared GmbH: www.dias-infrared.de
- Produktseite PYROVIEW Wärmebildkameras: www.dias-infrared.de/produkte/waermebildkameras
- PYROSOFT Automation Software: www.dias-infrared.de/produkte/software


