Düstere Wolken über dem Frankfurter Börsenhimmel
Die jüngsten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zwischen Israel und dem Iran haben die Laune der Investoren an den deutschen Aktienmärkten merklich getrübt. Die Euphorie der Kursgewinne zu Beginn der Woche wich am Dienstag schlagartig den Sorgen der Anleger, insbesondere nachdem US-Präsident Donald Trump unerwartet den G7-Gipfel in Kanada vorzeitig verließ. Die von der US-Regierung ins Feld geführte Nahost-Krise verleiht der ohnehin angespannten Lage zusätzlichen Zündstoff.
Der deutsche Leitindex Dax verzeichnete einen Rückgang um 1,12 Prozent und schloss bei 23.434,65 Punkten, was auf eine vorerst noch stabile charttechnische Unterstützung hindeutet. Das aktuelle Niveau bleibt damit weiterhin über dem Zwischentief von Ende Mai. Auch der MDax, bekannt für seine mittelgroßen deutschen Unternehmen, musste mit einem Minus von 0,95 Prozent auf 29.720,25 Zähler Verluste hinnehmen. Dies entspricht einem europaweiten Trend, der von einem allgemeinen Kursdruck begleitet wird. Die US-amerikanischen Indizes Dow Jones Industrial und Nasdaq 100 zeigten sich zum europäischen Börsenschluss ebenfalls leicht rückläufig.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets äußerte sich zur unübersichtlichen Lage im Nahen Osten, die ein weites Spektrum an Möglichkeiten offenlässt, von neuen Verhandlungen bis hin zu einem möglichen Eingreifen der USA. Die unvorhergesehene Abreise des Präsidenten vom G7-Gipfel könnte ein Zeichen in jede dieser Richtungen sein, was die Unsicherheit unter den Anlegern in Frankfurt weiter verstärkt.

