«DSDS 2013» - Böser Eklat zwischen Bohlen und Kaulitz
Harmonie sieht definitiv anders aus: Ungewohnt hart hat Poptitan Dieter Bohlen seinen Deutschland-sucht-den Superstar-Kollegen Bill Kaulitz zurechtgewiesen. Obwohl: Angemault ist wohl das bessere Wort für diesen Ausbruch. Da dachte man bislang, bei DSDS 2013 ist es so harmonisch wie lange nicht und dann platzt Bohlen plötzlich der Kragen.
Weshalb der Streit?
Die beiden Juroren waren sich uneinig über die Bewertung des Auftritts der DSDS-Kandidaten Maurice Glover, Tim David Weller, Timo Tiggeler und Kevin Dukes. Denn was der DSDS-Altmeister Bohlen «sehr, sehr gut» findet, missfällt Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz über alle Maßen.
Die Vier sollen im DSDS-Recall in der Karibik den Song Drops Of Jupiter von Train präsentieren, offenbar sehr zum Gefallen von Dieter Bohlen. Der hebt besonders Maurice Glover und Tim David Weller hervor und erklärt: «Ihr wärt ein richtig prima neues Modern Talking-Duo.» Doch damit ist die Lobeshymne noch nicht vorbei: «Die beiden Stimmen sind außergewöhnlich», bekundet der Poptitan. Insgesamt ist Bohlen von der ganzen Gruppe positiv überrascht.
Dass die Stimmen der Kandidaten wirklich gut sind, will Juror Bill Kaulitz nicht einmal bezweifeln. Dennoch hat er - aus nachvollziehbaren Gründen - einige Kritikpunkte vorzubringen. «Ihr habt mir schlechte Laune gemacht», motzt der DSDS-Juror die Herren an, dass denen ein heftiger Windstoß durch ihre Bermudas zu gehen scheint.
Kaulitz kann nicht verstehen, warum Maurice und Tim David ihre Texte völlig frei erfunden haben. Bei einer Darbietung von drei Minuten mit vier Zeilen Text pro Kandidat ist so etwas auch nicht wirklich nachvollziehbar.
Doch genau das schlägt Dieter Bohlen auf den Magen. Er scheint persönlich beleidigt zu sein und mault seinen Jurykollegen zuerst böse an: «Die Betrachtungsweise sehe ich natürlich ganz anders», um dann mit einer Lehrstunde in Musikgeschichte punkten zu können:
«Ich kenne 300 Weltstars, die ihre eigenen Texte von den Nummern nicht können, die sie selber komponiert haben. Die ganze Textdiskussion geht mir langsam auf den Sack.»
Doch auch Bill Kaulitz will nicht zurückstecken: «Aber das war jetzt teilweise eine Fantasiesprache!», beschwert er sich nochmals. Und dann darf auch er zeigen, dass nicht nur Dieter Bohlen ein echter Mann von Welt ist: «Mein Assistent aus Amerika würde kein Wort von dem verstehen, was ihr singt.»
Doch bei Deutschland sucht den Superstar hat nur einer das letzte Wort: Dieter Bohlen. Und dem sind die Textpatzer nach eigener Aussage «scheißegal».
Lieber Bill, diese Runde ging eindeutig an den Poptitan ...

