Drohnensichtungen legen belgische Flughäfen erneut lahm
Erneute Drohnensichtungen haben den Flugbetrieb am Flughafen Brüssel ein zweites Mal innerhalb weniger Stunden zum Stillstand gebracht. Nachdem bereits am frühen Abend der Flugverkehr für etwa eine Stunde ausgesetzt werden musste, geschah dasselbe Szenario gegen 22 Uhr erneut. Die Flugsicherung Skeyes, auf die sich die Nachrichtenagentur Belga bezieht, entschloss sich aus Sicherheitsgründen zu diesem drastischen Schritt. Nicht nur der Hauptstadtflughafen war betroffen, auch der Flughafen im nahegelegenen Lüttich setzte aufgrund von Drohnensichtungen den Flugbetrieb vorübergehend aus. Als Reaktion wurden Flüge zu den Ausweichflughäfen in Amsterdam und Maastricht/Aachen umgeleitet, wie die niederländische Agentur ANP bestätigte.
Auch die Militärbasis Kleine-Brogel, die sowohl von Belgien als auch der NATO genutzt wird, verzeichnete Berichte über Drohnensichtungen. Ein örtlicher Bürgermeister berichtete von sechs unbemannten Flugobjekten in der Nähe des strategisch bedeutenden Stützpunkts, der unbestätigt als Lagerort von US-Atomwaffen gilt.
Währenddessen musste Belgiens Verteidigungsminister, Theo Francken, aufgrund der Vorfälle eine Fernsehsendung vorzeitig verlassen. Er bestätigte später, dass Sichtungen sowohl in Kleine-Brogel als auch an einem weiteren Militärstützpunkt in der Wallonie gemeldet wurden.

