Drohnengefecht an der Schwarzmeerküste: Ukraine und Russland im Fokus
In einer dramatischen Nacht am Schwarzen Meer erhebt sich über der Küste ein Drohnenschwarm, der laut russischen Militärangaben die Region ins Visier nahm. Das russische Verteidigungsministerium berichtet von der Abwehr von 128 Drohnen, von denen 83 über dem Gebiet Krasnodar im Süden Russlands abgefangen wurden. Diese beeindruckende Anzahl gibt Hinweise auf die Intensität des nächtlichen Angriffsversuchs.
In Tuapse, einer bedeutenden Hafenstadt mit einer großen Raffinerie, war das Feuer der Flugabwehr deutlich zu vernehmen, so Berichte russischer Telegram-Kanäle. Während größere Schäden ausblieben, geriet ein Privathaus durch Trümmer in Brand, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wladimir Kondratjew, mitteilte. Auch aus der Nähe von Noworossijsk und dem Kreis Temrjuk wurden ähnliche kleinere Schäden vermeldet. Der Flughafen im beliebten Ferienziel Sotschi sah sich gezwungen, vorübergehend den Betrieb einzustellen.
Auf ukrainischer Seite kam es derweil zu tragischen Verlusten. Durch russische Drohnenangriffe starben im Landkreis Butscha bei Kiew zwei Menschen, als sie unter den Trümmern eines Hauses entdeckt wurden. Weitere zwei Personen erlitten Verletzungen. Im Gebiet Dnipropetrowsk traf eine russische Drohne eine nicht spezifizierte Anlage zur Energieversorgung, was eine deutliche Störung zur Folge hatte. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe konnten 110 der 177 russischen Drohnen unschädlich gemacht werden, während 66 weitere Flugobjekte elektronisch neutralisiert wurden. Der Ansturm ist der jüngste in der seit über drei Jahren andauernden russischen Invasion, der die Ukraine unermüdlich Widerstand leistet.

