Drohnenangriffe erschüttern Dnipro: Verhandlungen in Abu Dhabi ohne US-Vermittler
In einer dramatischen Eskalation des andauernden Konflikts griffen russische Drohnen in der Nacht die Stadt Dnipro an und töteten zwei Menschen. Berichten des Militärgouverneurs Olexander Hanscha zufolge endete der Angriff in einem zerstörerischen Feuer, das zu erheblichen Schäden führte: Ein Haus wurde vollständig zerstört, während zwei weitere Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden. Insgesamt verzeichneten die ukrainischen Luftstreitkräfte 90 Drohnenangriffe mit rund einem Dutzend Treffer insgesamt.
Trotz dieser erneuten Welle der Gewalt kündigten russische und ukrainische Vertreter eine neue Verhandlungsrunde in Abu Dhabi an. Bemerkenswert dabei ist das Fehlen von US-Vermittlern, was nach den Angaben aus Moskau keine Friedensvereinbarung erwarten lässt.
In Vorbereitung auf diese Verhandlungen hatte der Kreml einer Bitte des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump nachgegeben, zeitweise auf Angriffe gegen Energieanlagen zu verzichten, um angesichts der massiven Infrastruktur-Schäden und der eisigen Kälte, etwas Zeit zum Durchatmen zu schaffen. Diese Vereinbarung sollte ursprünglich bis zu diesem Sonntag halten.
Während russische Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur bisher ausblieben, arbeitete die Ukraine fieberhaft an der Behebung eines Blackouts, der durch beschädigte Stromleitungen ausgelöst wurde. Notabschaltungen setzten sich im gesamten Land fort. In Kiew jedoch gibt es Fortschritte: Bürgermeister Vitali Klitschko gab bekannt, dass die Zahl der Haushalte ohne Heizung von 3.500 auf etwa 1.000 reduziert werden konnte. In dieser Phase des fast vierjährigen Konflikts erhält die Ukraine weiterhin wesentliche Unterstützung vom Westen, um sich gegen den russischen Aggressionskrieg zu behaupten.

