Drohnenabwehr in Bayern: Söder fordert entschlossene Maßnahmen
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ruft inbrünstig nach einer erheblichen Verstärkung der gesetzlichen Grundlagen zur Abwehr von Drohnen. In der ARD-Sendung 'Bericht aus Berlin' unterstrich er, dass die rechtlichen Voraussetzungen für das Abfangen und die Neutralisierung von Drohnen dringend ausgebaut werden müssen. Die bisherigen Maßnahmen sind seiner Einschätzung nach unzureichend, zumal die Bedrohung durch Drohnen in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen hat.
Besonders deutlich wurde die Dringlichkeit der Problematik durch jüngste Vorfälle, die wiederholt den Betrieb am Münchner Flughafen störten. Vor diesem Hintergrund hat Söder in Bayern ein spezielles Schnellgesetz zur Drohnenabwehr angekündigt, das noch in der bevorstehenden Sitzung des Landeskabinetts beraten werden soll. Sein prägnanter Appell 'Abschießen statt Abwarten' bringt die Entschlossenheit zum Ausdruck, mit der er das Thema vorantreiben möchte.
Um effektivere Abwehrmechanismen zu etablieren, schlägt Söder vor, die Beratungen um die Expertise von Ländern wie der Ukraine und Israel zu erweitern, die bereits umfassende Erfahrungen im Umgang mit Drohnen gesammelt haben. Für besonders komplexe Fälle – wie etwa bei großen Drohnen oder sehr hohen Überflügen – erwägt er zudem, die Bundeswehr um Amtshilfe zu bitten.

