Douglas: Umsatzsteigerung trotz herausfordernder Marktbedingungen
Douglas, die etablierte Parfümeriekette, hat im Geschäftsjahr 2024/25 sowohl ihren Umsatz als auch ihr Ergebnis steigern können. Das Unternehmen sah sich jedoch im Schlussquartal mit einer erhöhten Preissensibilität der Kunden und heftigem Wettbewerbsdruck durch Rabattaktionen konfrontiert, was die Profitabilität beeinträchtigte. Dies führte zu einem signifikanten Rückgang des operativen Ergebnisses.
Konzernchef Sander van der Laan gab in einer Stellungnahme an, dass die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen lägen, trotz des bewegten Marktumfeldes. Er ist nach wie vor optimistisch in Bezug auf das Wachstum des europäischen Premium-Schönheitsmarkts, erwartet jedoch eine gemäßigtere Wachstumsrate als in den vorherigen Jahren. Die Kundenverunsicherung könnte laut van der Laan anhalten, dennoch strebt das Unternehmen mittelfristig Wachstum an, wenn auch wohl ohne nennenswerte Margensteigerungen.
Die Aktie von Douglas erlebte zu Beginn des Handelstages einen Rückgang von bis zu 10 Prozent und unterschritt mehrere technische Unterstützungsmarken. Der Straffungskurs der Aktie zeigt sich deutlich in einem Verlust von mehr als 40 Prozent zum Jahresende 2025. Dennoch bescheinigt Henrik Paganetty von Jefferies dem Unternehmen eine solide Entwicklung. Adam Cochrane von der Deutschen Bank hingegen sieht den zukünftigen Ausblick etwas kritischer.
Douglas konnte den Umsatz um 2,8 Prozent auf etwa 4,6 Milliarden Euro steigern, während das Ebitda um 3,6 Prozent auf 756,5 Millionen Euro wuchs, jedoch die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreichte. Ein deutlicher Rückgang des Ebitda im Schlussquartal um rund 15 Prozent trübte die Gesamtleistung. Trotzdem verdoppelte sich der Nettogewinn auf 175,4 Millionen Euro.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen und der Bedeutung von Preisen bei Kaufentscheidungen rechnet Douglas im neuen Geschäftsjahr 2025/26 mit einem leichten Umsatzplus auf 4,65 bis 4,8 Milliarden Euro und einer rückläufigen Ebitda-Marge auf etwa 16,5 Prozent. Gleichwohl sei der Start in das Geschäftsjahr als solide zu bewerten. Mittelfristig bleibt Douglas auf Wachstumskurs, wobei die Verschuldung reduziert werden soll, um eventuell eine Dividende ausschütten zu können.
Erweiterungspläne sind ebenfalls in Aussicht: Van der Laan sieht erhebliches Potenzial in der Golfregion aufgrund der kaufkräftigen Kundschaft. Eine endgültige Entscheidung zu dieser internationalen Expansion steht für 2026 an.

