Doppelte Stunde eröffnet wieder den Winterzeitraum in Europa
Die Europäische Union rüstet sich für die Rückkehr der Winterzeit, da am kommenden Sonntag die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt werden. Bis zum 29. März 2026 gilt dann wieder die mitteleuropäische Zeit (MEZ), besser bekannt als Winterzeit. Für viele bietet der Wechsel die Möglichkeit einer zusätzlichen Stunde Schlaf, doch für Präzisionsaufgaben sorgt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig für Klarheit, indem sie die doppelte Stunde in 2A und 2B unterteilt.
Die Experten der PTB spielen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der exakten Zeit in Deutschland. Sie gewährleisten, dass über den Langwellensender "DCF77" nahe Frankfurt/Main eine Vielzahl von Geräten, darunter Funkuhren und industrielle Zeitsysteme, mit der korrekten Zeit versorgt werden. "Unsere Experten prüfen vor Ort regelmäßig die Einstellungen zur Zeitumstellung", schildert Dirk Piester, Leiter einer Arbeitsgruppe der PTB.
Trotz der jährlichen Diskussion um die Abschaffung der Zeitumstellung bleibt dieses Thema in der Europäischen Union kontrovers. Jüngst hat Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez einen weiteren Vorstoß unternommen, die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit abzuschaffen, was er inzwischen als veraltet empfindet. Dennoch bleibt eine einheitliche Lösung für alle EU-Mitgliedstaaten weiterhin aus.

