Donner mit Donnerhall: Handelskonflikte erschüttern europäische Börsen
In einer beunruhigenden Entwicklung haben die europäischen Aktienmärkte erhebliche Verluste erlitten, da sich die globalen Handelskonflikte weiter zuspitzen. Im Zentrum des Sturms stehen die jüngsten Vergeltungsmaßnahmen Chinas, das angekündigt hat, US-Importe mit Zöllen von satten 34 Prozent zu belegen. Die Maßnahmen sollen ab dem 10. April greifen und sorgten bereits vorab für erhebliche Turbulenzen an den Märkten.
Der EuroStoxx 50, der als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit der Eurozone gilt, fiel um 4,60 Prozent auf 4.878,31 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand seit Ende des Vorjahres. Mit diesem Rückgang hat der Index sämtliche Gewinne des bisherigen Börsenjahres 2025 eingebüßt. Eine Flucht unter die symbolträchtige 5.000-Punkte-Marke verstärkte die Unsicherheiten auf dem Parkett.
Diese Entwicklung markiert die düsterste Handelswoche für den EuroStoxx 50 seit über drei Jahren, denn insgesamt verlor der Index in dieser Zeit 8,5 Prozent. Laut Analyst Sören Hettler von der DZ Bank verbreitet sich derzeit eine regelrechte "Panik" unter den Investoren. Angesichts der chinesischen Ankündigungen wachsen die Befürchtungen, dass auch die US-Regierung in Bälde mit verschärften Importzöllen antworten könnte. Die Möglichkeit, dass diese Drohungen wahr werden, lässt Anleger vermehrt auf sichere Häfen ausweichen und treibt sie dazu, risikobehaftete Aktien abzustoßen.
Diese Verkaufswellen machten auch vor den Grenzen der Eurozone nicht halt: Der Schweizer SMI verringerte sich um 5,14 Prozent und fiel auf 11.648,83 Punkte, während der britische FTSE 100 einen Rückgang um 4,95 Prozent auf 8.054,98 Punkte verzeichnete.

