Donald Trump erhöht Druck durch neue Zollregelungen
US-Präsident Donald Trump hat jüngst weitere Briefe mit neuen Zollbestimmungen verkündet, die ab dem 1. August in Kraft treten sollen. Herausragend ist der Brief an Brasilien, der einen rekordverdächtigen Zollsatz von 50 Prozent auf US-Importe vorsieht.
Bemerkenswert an diesem Schreiben ist Trumps ungewöhnliche Kritik an Brasiliens Umgang mit dem ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro. Bolsonaro steht derzeit wegen angeblicher Anstiftung zu einem Putsch gegen seinen Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva vor Gericht, weist die Beschuldigungen jedoch entschieden zurück. Trump wiederum unterstrich in seinem Brief Bolsonaros positive Bilanz während seiner Amtszeit und bezeichnete das Verfahren als 'Hexenjagd', die unverzüglich beendet werden solle.
Zudem verkündete Trump zuvor weitere Zollregelungen für eine Reihe anderer Nationen, darunter Irak, Libyen, Algerien, Moldau, Philippinen, Brunei und Sri Lanka, wobei die Europäische Union vorerst nicht einbezogen wurde. Diese Maßnahmen begründet Trump mit einer aus seiner Sicht vorhandenen ökonomischen Disparität im Handel.

