Dollar im Sturzflug: Trumps Zollpolitik sorgt für Verunsicherung an den Märkten
Die jüngste Zollpolitik der USA unter der Führung von Donald Trump stellt die internationale Finanzwelt vor erhebliche Herausforderungen. Der US-Dollar geriet am vergangenen Freitag erneut unter Druck, was auf einen zunehmenden Vertrauensverlust zurückgeführt wird. Marktbeobachter verweisen auf die schwer prognostizierbaren Entscheidungen im Hinblick auf Handelszölle als Ursache für die Nervosität der Investoren.
Im Zuge der anhaltenden Unsicherheiten erreichte der Euro mit 1,1473 US-Dollar seinen höchsten Stand seit Februar 2022. Zu Beginn des Handelstages wurde der Euro noch bei 1,12 gehandelten Einheiten zum Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank fixierte den Referenzkurs auf 1,1346 Dollar, während der Dollar auf den niedrigeren Kurs von 0,8813 Euro fiel. Seit Trumps Präsidentschaftsbeginn hat der Dollar gegenüber dem Euro fast zwölf Prozent seines Werts eingebüßt.
Trumps aggressive Zollpolitik hat nicht nur Investoren beunruhigt, sondern auch zu ausgeprägten Schwankungen auf den Finanzmärkten geführt. Eine Erhöhung der chinesischen Zölle auf US-Produkte, die nun bei 125 Prozent liegen, hat die Situation weiter verschärft. Volkmar Baur, Devisenexperte der Commerzbank, sieht in der jüngsten Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar um 2,3 Prozent einen historischen Moment. Er beschreibt den Dollar-Kurs als 'dramatisch', auch weil dieser in solchen Dimensionen nur selten auftrat.
Experten der Dekabank beobachten eine schwindende Zuversicht in den US-Dollar, was Anleger in sichere Häfen wie Gold und andere stabile Währungen wie den Schweizer Franken und den japanischen Yen treibt. Die unvorhersehbare Entwicklung hat auch die US-Staatsanleihen betroffen, die unter den Zoll-Kapriolen der Washingtoner Regierung leiden und ebenfalls vermehrt abgestoßen werden.
Der Kursrückgang des Dollars ist nicht nur gegenüber dem Euro markant, sondern auch gegenüber anderen starken Währungen wie dem Schweizer Franken und dem japanischen Yen deutlich. Neben dem Euro notierte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs für einen Euro am Freitag auf 0,86678 britische Pfund, 162,07 japanische Yen und 0,9252 Schweizer Franken. Die Feinunze Gold stieg in London am Freitagnachmittag auf 3.233 Dollar, was einen Anstieg von 57 Dollar im Vergleich zum Vortag bedeutet.

