DocMorris-Aktie gerät erneut unter Druck: Unsicherheit trotz Wachstum
Die DocMorris-Aktien stehen weiterhin unter erheblichem Abwärtsdruck und verzeichnen an der Schweizer Börse einen Kursverlust von 9,4 Prozent, womit sie auf 5,85 Franken sinken. Diese Entwicklung stellt einen Dämpfer für die Stabilisierungsbemühungen nach einem Rekordtief im November dar, insbesondere da sich der Kurs seit geraumer Zeit in einem Korridor zwischen knapp unter 5 und etwas unter 7 Franken bewegt. Ein Grund für den jüngsten Kursrückgang sind die veröffentlichten Geschäftszahlen, die trotz eines signifikanten Wachstums im Jahr 2025 hinter den Erwartungen des Marktes zurückblieben.
Besonders das elektronische Rezept in Deutschland, das als wichtigster Wachstumsfaktor galt, konnte nicht die erhofften Impulse liefern. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank hebt hervor, dass diese Enttäuschung die positive Umsatzentwicklung überschattet. Sarah Roberts von Barclays bewertet das Schlussquartal 2025 als durchwachsen und hält an ihrem "Equal Weight"-Rating für DocMorris fest. Dabei zeigt sie Präferenz für Redcare Pharmacy, die aufgrund von Größenvorteilen und einer soliden Bilanz mit "Overweight" eingestuft sind. Für DocMorris sei insbesondere die Dynamik im Segment der rezeptpflichtigen Medikamente weniger stark ausgeprägt.
Auch Redcare Pharmacy musste am Dienstag ein Rückgang verzeichnen und rutschte um 3,3 Prozent ab, was den Preis auf 60,55 Euro drückte. Damit nähert sich der Kurs dem Jahrestief von Ende November bei 59,45 Euro. Ein Unterschreiten dieser Marke würde den niedrigsten Stand seit drei Jahren markieren. Zusätzlich äußert die Zürcher Kantonalbank Bedenken bezüglich der Finanzlage von DocMorris. Ohne ein signifikantes Wachstum im Bereich elektronischer Rezepte und nicht verschreibungspflichtiger Medikamente in den Jahren 2026 und 2027 könnte die Liquidität bis Ende 2027 unter Druck geraten.

