Dirk Roßmann investiert in Hamburger Elbtower: Ein neuer Impuls für die HafenCity
Der Gründer der Drogeriekette Rossmann, Dirk Roßmann, setzt ein entschlossenes Zeichen für die Weiterentwicklung der Hamburger Skyline, indem er sich an einem Konsortium beteiligt, das den Bau des Elbtowers fortsetzen möchte. Diese Unternehmung erhält nun grünes Licht vom Bundeskartellamt, das in der Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens keinerlei Risiken für den Wettbewerb sieht. Die Allianz umfasst neben Roßmann prominente Akteure wie den Immobilienentwickler Dieter Becken, den Mäzen Klaus-Michael Kühne, die Signal Iduna Versicherung sowie das Bauunternehmen Adolf Lupp. Das Bundeskartellamt hat die Genehmigung innerhalb weniger Wochen ohne ein förmliches Hauptprüfverfahren erteilt, was auf eine zügige Fortführung des Großprojekts hoffen lässt.
Ziel der Behörde ist es, durch Überwachung von Fusionen und Beteiligungen den Wettbewerb zu wahren. Seit Dezember 2024 befindet sich Becken in exklusiven Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter Torsten Martini, um das Schicksal des unfertigen Bauwerks am Ostende der HafenCity zu klären. Die Arbeiten ruhten, nachdem das Bauunternehmen Adolf Lupp wegen unbezahlter Rechnungen der Signa-Gruppe, deren Chef René Benko inzwischen in rechtlichen Schwierigkeiten steckt, den Stillstand ausgerufen hatte.
Laut einem im Oktober 2025 verfassten Eckpunktepapier plant die Stadt Hamburg, in dem Gebäude ein Naturkundemuseum einzurichten und sich fast die Hälfte des Baus für 595 Millionen Euro zu sichern. Der vom renommierten Architekten David Chipperfield entworfene Turm wird eine maximale Höhe von 199 Metern erreichen, statt der ursprünglich geplanten 245 Meter. Bislang ist erst ein Rohbau von etwa 100 Metern errichtet.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher bleibt optimistisch und rechnet mit einer Vollendung des Baus sowie einer Eröffnung des Museums bis Ende 2029. Baugenehmigungen seien im Grunde genommen bereitgestellt, sodass der Fertigstellung nur noch wenige Jahre im Weg stehen.

