Diplomatische Verstimmungen nach Festnahmen bei Hyundai in den USA
Die Festnahme von Hunderten Personen auf einem Werksgelände des südkoreanischen Autobauer-Giganten Hyundai in den Vereinigten Staaten hat diplomatische Spannungen zwischen Südkorea und den USA ausgelöst. Das Außenministerium in Seoul brachte seine Besorgnis über die Vorfälle zum Ausdruck und wandte sich mit einem Statement an die US-Botschaft. Man betonte, wie wichtig es sei, dass die Investitionen südkoreanischer Unternehmen sowie die Rechte der Bürger nicht 'unfair' beeinträchtigt werden.
Hyundai selbst reagierte auf Anfrage gelassen. Der Konzern erklärte, dass nach aktuellem Kenntnisstand keiner der festgenommenen Personen direkt bei Hyundai angestellt sei. Man halte sich strikt an die geltenden Gesetze und Vorschriften. Die Untersuchungen hätten auf einer Baustelle eines Batteriezellenunternehmens stattgefunden, welches ein Joint Venture zwischen der Hyundai Motor Group und einem südkoreanischen Energieunternehmen darstellt.
Von Seiten der US-Staatsanwaltschaft wurde betont, dass die Untersuchungen darauf abzielen, illegale Beschäftigung und die Ausbeutung von Arbeitern zu verhindern. Am Vortag durchsuchten US-Behörden, darunter das FBI und die Einwanderungsbehörde ICE, ein Batteriewerk in Georgia. Dabei wurden etwa 475 Ausländer festgenommen, die sich entweder illegal im Land aufhielten oder ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis tätig waren. Der Großteil von ihnen soll koreanischer Herkunft sein. Genauere Angaben zu den Zahlen wurden nicht gemacht.

