Diplomatische Bemühungen beeinflussen Finanzmärkte
Die deutschen Bundesanleihen schwächelten am Dienstag leicht. Der Euro-Bund-Future, der als wichtiger Indikator gilt, verlor am Vormittag 0,12 Prozent und fiel auf 128,84 Punkte, während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,77 Prozent anstieg.
An den Finanzmärkten herrscht weiterhin eine gespannte Aufmerksamkeit hinsichtlich des Ukraine-Konflikts. Nach dem jüngsten Gipfeltreffen in Washington ist es das erklärte Ziel von US-Präsident Donald Trump, ein direktes Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin zu initiieren. Trotz des ausbleibenden Durchbruchs hinsichtlich eines Waffenstillstands beim gestrigen Treffen im Weißen Haus mit Selenskyj und europäischen Staatsoberhäuptern, bleiben die Märkte optimistisch in Anbetracht der anhaltenden diplomatischen Initiativen. Diese Einschätzung teilt auch der Anleiheexperte der Commerzbank, Christopher Rieger.
Im weiteren Verlauf des Tages stehen wenige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. In den USA werden Zahlen aus der Bauwirtschaft erwartet. Zudem wird sich Michelle Bowman von der US-Notenbank äußern. Zuletzt hatte sie sich für eine Senkung des Leitzinses ausgesprochen.

