Diplomatie statt Kriegsrhetorik: Iran und USA vor möglichen Verhandlungen
Inmitten wachsender Spannungen zwischen Teheran und Washington hat der iranische Präsident Massud Peseschkian in einem Telefonat mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi die Bedeutung diplomatischer Lösungen unterstrichen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna betont Peseschkian, dass der Iran niemals Krieg gesucht habe und eine militärische Eskalation weder für den Iran noch die USA von Vorteil wäre.
Der iranische Nationale Sicherheitsrat sieht bereits strukturelle Vorbereitungen für mögliche Verhandlungen im Gang, berichtete Ali Laridschani, Generalsekretär des Rates, auf der Plattform X. Diese Vorbereitungen erfolgen trotz der jüngsten militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump, der weitere Kriegsschiffe in die Region entsandt hat.
Trump äußerte seine Hoffnung auf einen akzeptablen Deal, der sowohl das iranische Atomprogramm als auch die Entwicklung ballistischer Raketen einschränken könnte. Parallel dazu versucht Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Teheran, zwischen den verfeindeten Nationen zu vermitteln.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi betonte jedoch, dass die Verteidigungsstrategien des Landes nicht verhandelbar seien und warnte vor den weitreichenden Konsequenzen eines möglichen Konflikts. Währenddessen halten die iranischen Revolutionsgarden in Kooperation mit China und Russland ein Manöver im Persischen Golf ab.
Das US-Regionalkommando Centcom hat in diesem Zusammenhang betont, dass die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus nicht beeinträchtigt werden soll. Die EU hat unlängst die Revolutionsgarden wegen ihres Einsatzes gegen Proteste als Terrororganisation eingestuft, ein Schritt, der von Irans Außenminister kritisiert wurde.

