Digitalisierung im Bauwesen: PORR's Innovatives Kranprojekt CRAHOI
Die Digitalisierung erobert unaufhaltsam die Baubranche und die österreichische PORR Group zeigt mit ihrem Vorhaben, einen vollständig papierlosen und vernetzten Bauprozess zu etablieren, wie die Zukunft der Baustelle aussieht. Im Zentrum dieser digitalen Ambitionen steht das Innovationsprojekt CRAHOI (Crane Hook Identification), welches die Automatisierung von Arbeitsprozessen auf der Baustelle maßgeblich fördert. Durch die Anwendung von Technologie wie Telematik und RFID soll CRAHOI die Erkennung und Dokumentation von Kranbewegungen revolutionieren.
Das System sorgt dafür, dass Kranhaken selbstständig Bauelementtransporte identifizieren, zuordnen und dokumentieren können, was vor allem bei urbanen Hochbauprojekten mit vorgefertigten Elementen von Vorteil ist. Die Praxisreife wird derzeit auf der Wiener Baustelle LeopoldQuartier getestet. Durch die Integration von passiven RFID-Tags, die keine eigene Stromquelle benötigen, wird ein hoher Grad an Effizienz und Kosteneinsparung erreicht.
Der größte Gewinn von CRAHOI liegt in der Entlastung der Kranführer und Poliere sowie in der Erhöhung der Transparenz der Baustellenlogistik. Mittels Echtzeiterfassung werden Transportvorgänge nicht nur nachvollziehbarer, sondern auch sicherer und effizienter gestaltet. Einblicke in die Komplexität und Geschlossenheit des Systems erhält die Baubranche durch die Verknüpfung mit bestehenden BIM-Modellen, was den Materialfluss optimal mit dem Baufortschritt synchronisiert.
Für die PORR bedeutet CRAHOI nicht nur technologische Weiterentwicklung, sondern auch eine strategische Chance, die Effizienz im operativen Geschäftsbereich zu maximieren. Dies könnte zu einem entscheidenden Innovationsvorsprung in einer primär analogen Branche führen. Langfristig steht die Einsatzfähigkeit solcher Lösungen für eine tiefgreifende digitale Transformation mit dem Potenzial zu spürbarer Wertschöpfung über die traditionellen Prozesse hinaus.

