Digitaler Diebstahlschutz: Wie Sie Ihr Smartphone vor Langfingern schützen
Smartphones sind heutzutage weit mehr als nur Kommunikationsgeräte; sie speichern unser digitales Leben – von E-Mails und sozialen Netzwerken bis hin zu Bankdaten und Fotos. Doch der Verlust oder Diebstahl eines Handys kann einen massiven Einschnitt bedeuten. Besonders in einigen Regionen, etwa Großbritannien, ist der Handyklau zu einem alltäglichen Problem geworden, bei dem 200 Telefone täglich in sogenannten "Snatch-Thefts" gestohlen werden. Die Regierung reagiert darauf und plant in Zusammenarbeit mit Technologie- und Geräteherstellern Lösungen zu entwickeln.
Um dem lästigen Verlust vorzubeugen, sollten Nutzer einige grundlegende Schutzmaßnahmen ergreifen. Neben einer sicheren Gerätesperre durch Passwörter oder biometrische Daten lohnt es sich auch, in wichtigen Apps nervige Zugangsbeschränkungen zu aktivieren. Zudem bieten sowohl iOS als auch Android die nützliche Funktion, das Gerät zu orten. Der regelmäßige Backup von Fotos und Dateien auf externen Medien oder Cloud-Diensten wie Google oder Apple ist ebenfalls ratsam, um bei einem Diebstahl Datenverluste zu vermeiden.
Aktuelle Software-Updates lassen ebenfalls hoffen: Apple und Android haben Funktionen eingeführt, die Diebstähle unattraktiver machen sollen. Während Apple eine Gesichtserkennung einfordert, um die Geräte zurückzusetzen, setzt Android auf künstliche Intelligenz, die Bewegungen erkennt und sofort den Bildschirm sperrt. Nutzern wird auch geraten, die eigene IMEI-Nummer zu notieren, um das Gerät im Ernstfall identifizieren zu können.
Im Falle eines Diebstahls ist schnelles Handeln gefragt. Die Polizei sollte informiert, die Versicherung kontaktiert und das Telefonunternehmen über den Vorfall benachrichtigt werden. Letzteres kann hierfür die SIM-Größe einfrieren und eine Ersatzkarte bereitstellen. Besonders praktisch: Auch ohne Internetverbindung oder wenn das Gerät ausgeschaltet ist, kann es per Bluetooth durch Apple- oder Google-Technologie geortet werden. Experten warnen jedoch davor, das Handy im Alleingang zurückzuholen; professionelle Hilfe ist hier der sicherere Weg.
Abschließend sollten Nutzer Zugriff auf sämtliche Konten, die über das Smartphone erreichbar sind, entfernen und es aus der Liste vertrauenswürdiger Geräte löschen. Für alle Fälle bleibt die Möglichkeit der Fernlöschung, allerdings nur, wenn eine Onlineverbindung besteht.
Kuriosum: Hat ein Android-Gerät eine SD-Speicherkarte, könnte diese von der Fernlöschfunktion ausgeschlossen sein. Deshalb ist Umsicht geboten.

