Digitale Revolution in der Verwaltung: Merz gibt Startschuss
Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU hat in seiner ersten Regierungserklärung im Bundestag ambitionierte Pläne für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung präsentiert. Ziel sei es, Verwaltungsleistungen zukünftig einfach und effizient über eine zentrale Plattform ohne den oft lästigen Gang zum Amt anzubieten. Mit der Modernisierung und Digitalisierung der staatlichen Verwaltung solle ein bürgerfreundlicherer Staat geschaffen werden.
Wesentliches Instrument zur Erreichung dieser Ziele ist das neu geschaffene Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung. Dort sollen alle wichtigen Kompetenzen gebündelt werden, um die Entwicklung einer zukunftsfähigen Verwaltung voranzutreiben. Merz betonte, dass der Staat durch eine verbesserte digitale Infrastruktur den Bürgerinnen und Bürgern keine unnötigen Steine in den Weg legen, sondern im Gegenteil ihre Bedürfnisse besser berücksichtigen solle.
Ein zentraler Punkt ist, dass nur durch Digitalisierung und begleitende Investitionen in Bildung und Infrastruktur das Vertrauen der Menschen in den Staat und seine Institutionen wieder gestärkt werden kann. Merz erklärte, dass finanzielle Mittel allein nicht ausreichen, sondern dass umfassende Reformen notwendig sind.
Besonders wichtig sei ein entschlossener Abbau der Bürokratie. Merz kündigte an, dass eine Reduzierung der übermäßigen Berichtspflichten prioritär behandelt werde und Unternehmensgründungen innerhalb von 24 Stunden möglich sein sollen. Diese ehrgeizige Aufgabe fällt dem neuen Digitalminister Karsten Wildberger zu, der früher in leitender Position in der Wirtschaft tätig war.

