Die stille Sehnsucht nach der Teilzeitarbeit: Was Deutschlands Angestellte wirklich wollen
In einer überraschenden Wendung der Arbeitswelt zeigt eine aktuelle Studie, dass eine erhebliche Mehrheit der deutschen Berufstätigen weniger Stunden arbeiten möchte. Die im Auftrag von Xing durchgeführte repräsentative Befragung von 2.000 Angestellten verdeutlicht einen Trend weg von der übermäßigen Arbeitslast hin zu mehr Freizeit und persönlichem Wohlbefinden. Zwei Drittel der Befragten bevorzugen eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit und weisen auf den Stress und das Fehlen von persönlicher Zeit als Hauptgründe hin.
Die Ergebnisse der Umfrage überraschen umso mehr, als dass sie mit den Forderungen zahlreicher Experten und politischer Stimmen kollidieren, die angesichts des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels für mehr Arbeit plädieren. Bemerkenswert ist insbesondere die Einschätzung, dass 64 Prozent der Befragten keine Erhöhung ihrer Arbeitszeiten für notwendig halten, um den wirtschaftlichen Wohlstand zu sichern.
Vor allem die jüngeren Berufstätigen im Alter von 25 bis 34 Jahren streben nach kürzeren Arbeitszeiten. Trotz des Wunsches nach mehr Freizeit sind monetäre Anreize ein starker Motivationsfaktor. Bonuszahlungen, Gehaltserhöhungen und zusätzliche Urlaubstage sind unter den genannten Anreizen für mehr freiwillige Arbeitsstunden. Dies spiegelt den Wunsch wider, eine Balance zwischen beruflichem Engagement und persönlichem Leben zu finden, anstatt allein aus wirtschaftlichen Zwängen heraus mehr zu arbeiten.

