Die richtige Vorbereitung für die Führerscheinprüfung
Vor den Traum vom eigenen Auto haben die Götter die Führerscheinprüfung gesetzt. Die Hürden dafür sind hoch. Tatsächlich gebührt dem Unternehmen Fahrerlaubnis volle Konzentration, denn 39 Prozent aller Kandidaten scheitern schon bei ihrer ersten Prüfung. Hinzu kommt der erhebliche Aufwand an Zeit und Geld, denn bei einer durchschnittlichen Vorbereitungszeit von drei Monaten liegen die Gesamtkosten bei rund 2.800 Euro, was eine Ehrenrunde umso ärgerlicher macht. Was sollten Kandidaten tun, um ihre Chancen zu erhöhen?
Der Ablauf in den Fahrschulen
Der Unterricht in einer Fahrschule gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der theoretischen Vorbereitung werden 14 Einheiten zu je 90 Minuten besucht, wobei jede Einheit zwei Unterrichtsstunden dauert. 12 Einheiten behandeln den Grund- und 2 Einheiten den Zusatzstoff. Im praktischen Teil geht es zusammen mit dem Fahrlehrer ins Auto, um am Straßenverkehr teilzunehmen. 12 Sonderfahrstunden sind Pflicht, wobei jeweils 5 Einheiten auf Landes- und Bundesstraßen, 4 Einheiten auf Autobahnen und 3 Einheiten bei Dämmerung oder Dunkelheit absolviert werden müssen. Bei der Fahrschule Voß können Sie hier mehr erfahren.
Die übrigen Fahrstunden sind dem Grundstoff zugeordnet. Anders als in der theoretischen Vorbereitungszeit gibt es hier keine Untergrenze an verpflichtenden Fahrstunden. Hier kann der Kandidat so lange seine Einheiten absolvieren, bis er sich die Prüfung zutraut. Fahrschüler sollten hierbei dem Urteil ihres erfahrenen Fahrlehrers vertrauen, der in den meisten Fällen den Reifegrad seiner Schützlinge einschätzen kann.
Welche Fahrschule darf es sein?
Fahrschulen unterscheiden sich in Deutschland in reguläre und intensive Fahrschulen. Die letzteren finden häufig in den Ferien statt und die Ausbildungszeit bemisst sich nicht in Monaten, sondern in Wochen. Intensiv-Fahrschulen eignen sich für alle Kandidaten mit begrenzter Zeit, die schnell zu ihrer Fahrerlaubnis kommen möchten. Bei der Gestaltung des Stoffs sind sie etwas freier. Typisch ist für den Unterricht eine enge Verzahnung zwischen theoretischer und praktischer Vorbereitung, sodass es beispielsweise nach einer theoretischen Übungseinheit in die Praxis geht, um das Gelernte anzuwenden.
Weitere Anforderungen für den Führerschein
Absolventen müssen in der Führerscheinprüfung ihre theoretische und praktische Eignung nachweisen. Weitere Anforderungen für den Erhalt der Fahrerlaubnis sind ein bestandener Sehtest und ein Erste-Hilfe-Kurs. Das Mindestalter ist 18 Jahre oder 17 Jahre im Falle des begleiteten Fahrens. Kandidaten müssen ihren Wohnsitz in Deutschland haben und nach den Buchstaben des Gesetzes hier an mindestens 185 Tagen im Jahr leben.
Der Ablauf der Prüfung
Für die theoretische Führerscheinprüfung heißt es gewissenhaft zu lernen, denn die Prüfer haben keinen Ermessensspielraum. Sobald man sich mehr als zehn Fehlerpunkte geleistet hat, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Wer hingegen zu den glücklichen Absolventen zählt, die im theoretischen Prüfungsteil erfolgreich waren, muss nun im Straßenverkehr seine Eignung nachweisen.
Hierbei gilt es, den Fahrlehrer bei einer 45-minütigen Autofahrt von den eigenen Fahrkünsten zu überzeugen. Nach dem obligatorischen Sicherheitscheck, bei dem der Absolvent Bremsen, Licht und die Reifen überprüfen sowie Lenkrad, Sitz, Kopfstützen und Spiegel richtig einstellen muss, darf endlich Gas gegeben werden. Während der Fahrt bewertet der Fahrlehrer das Fahrverhalten des Fahrschülers in den folgenden Kategorien:
- Verkehrsbeobachtung
- Fahrzeugpositionierung
- Geschwindigkeitsanpassung
- Kommunikation
- Fahrzeugbedienung
Auf der Strecke hat der Fahrschüler bestimmte Aufgaben zu bewältigen, zu denen beispielsweise das Verhalten im Kreisverkehr, an Bahnübergängen, Haltestellen, Fußgängerüberwegen, Kreuzungen und Kurven gehören. Ferner müssen die drei grundlegenden Fahrmanöver rückwärts Einparken, Gefahrenbremsung und Wenden gemeistert werden.
Nach der Fahrt bewertet der Fahrlehrer die leichten und schweren Fehler, aber auch die überdurchschnittlichen Fahrleistungen, um zu einem Gesamtbild zu kommen. Zu beachten ist, dass manche grobe Fehler wie das Überfahren einer roten Ampel zur sofortigen Disqualifikation führen, da diese schwere Unfälle verursachen können. Diese werden im Jargon „Todsünden” genannt.
Die letzten Tipps zum Abschluss
Beim Prüfungsdruck gibt es einen gesunden Mittelweg, denn für das Prüfungsergebnis verhält sich zu wenig Druck ähnlich dysfunktional wie zu viel Druck. Wichtig ist, vor der Prüfung nicht zu verkrampfen und sich eine gesunde Grundeinstellung zu bewahren. Wer Schwierigkeiten damit hat, den Druck zu kanalisieren und in positive Energien umzuwandeln, tut gut daran, nicht allen Bezugspersonen den Prüfungstag mitzuteilen.
Abschließend empfiehlt sich für den praktischen Prüfungsteil eine vorsichtige, vernünftige und vorausschauende, aber keineswegs eine ängstliche Fahrweise, da diese vom Prüfer sofort als Unsicherheit ausgelegt wird.


