Die Koalition plant Maßnahmen gegen steigende Krankenkassenkosten
Union und SPD haben bei ihrem jüngsten Koalitionsausschuss beschlossen, den Anstieg der Kosten für Kranken- und Pflegekassen im kommenden Jahr zu begrenzen. Ziel sei es, die Beitragszahlenden vor zusätzlichen Belastungen zu bewahren, wie aus Berichten der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, die am Freitag Bestätigung erhielten.
Bereits Ende August äußerte sich Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) zur Thematik. Laut Spahn sei es unsinnig, die Bürger auf der einen Seite durch Entlastungen bei Gas und Strom zu unterstützen, nur um sie auf der anderen Seite durch steigende Beiträge erneut zu belasten.
Wie genau diese Maßnahmen finanziert werden sollen, bleibt allerdings nach wie vor unklar. In den Haushaltsentwürfen für die Jahre 2025 und 2026 sind bereits Darlehen eingeplant, um die gesetzliche Krankenversicherung zu stützen.
Das Gesundheitsministerium signalisiert jedoch, dass diese Mittel womöglich nicht ausreichen werden, um Beitragsanhebungen zu verhindern. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) macht deutlich, dass sie auf Nachbesserungen im Zuge der parlamentarischen Beratungen hofft. Anfang 2025 hatte Deutschland bereits eine Welle deutlicher Beitragserhöhungen erlebt.

