Diageo steigert Effizienz trotz Hürden: Ein Tanz auf den Margariten
Der Getränkeriese Diageo, bekannt für seine ikonischen Marken wie Johnnie Walker, Smirnoff und Baileys, hat ehrgeizige Pläne zur Kosteneinsparung bekanntgegeben. Das Unternehmen strebt an, die Einsparungen aus seinem laufenden Programm von ursprünglich 500 Millionen auf nunmehr 625 Millionen US-Dollar zu erhöhen.
Diese Maßnahmen kommen in einer für Diageo herausfordernden Zeit, in der der Konzern nicht nur die Umstrukturierung anführt, sondern auch den Abgang seiner Chefin verkraften musste. Die neuen US-Zölle stellen eine zusätzliche Belastung dar und könnten den Gewinn um jährlich 200 Millionen Dollar schmälern – eine Erhöhung um 50 Millionen gegenüber der bisherigen Einschätzung.
Trotz dieser Herausforderungen reagierten die Börsen positiv auf den unermüdlichen Fokus des Unternehmens auf Effizienz, was zu einem Kursanstieg von rund sechs Prozent führte. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr bis Ende Juni musste Diageo aufgrund von Sonderbelastungen einen Gewinneinbruch von 40 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hinnehmen.
Dennoch konnte der Konzern im Tagesgeschäft ein vergleichbares Umsatzplus von 1,7 Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar verbuchen, wobei der operative Gewinn leicht um knapp ein Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar sank. Nik Jhangiani, der erst kürzlich als Interims-CEO die Führung von Debra Crew übernommen hat, strebt für das kommende Geschäftsjahr bis Juni 2026 ein organisches Umsatzwachstum auf Vorjahresniveau an.
Angesichts eines weiterhin schwierigen Marktes soll der operative Gewinn organisch im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen, insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte. Diese positive Aussicht umfasst bereits die potenziellen Auswirkungen der neuen Zölle.

