Deutschland und USA verstärken Verteidigungskooperation: Milliardenlieferung von Patriot-Systemen an die Ukraine geplant
Im Zuge der aktuellen geopolitischen Spannungen intensivieren Deutschland und die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit und planen die gemeinsame Bereitstellung von zwei zusätzlichen Patriot-Luftverteidigungssystemen für die Ukraine. Der Gesamtwert dieser Lieferung beläuft sich auf etwa zwei Milliarden Euro und soll vollständig von Deutschland finanziert werden. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte nach einem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Pete Hegseth, dass zwar noch einige technische, logistische und finanzielle Fragen offen seien, diese jedoch lösbar erscheinen und man die Sache zügig anpacken werde.
Pistorius betonte die Dringlichkeit dieser Maßnahme, da die Ukraine dringend zusätzliche Luftverteidigungssysteme benötige. Bereits vor einigen Wochen habe er mit Hegseth in einem Telefonat die Möglichkeit diskutiert, zwei Patriot-Systeme aus US-Beständen zu erwerben, um diese in die Ukraine zu schicken. Nun stehe man vor der Wahl: Entweder erwirbt Deutschland zwei sofort verfügbare Systeme aus den USA, die direkt an die Ukraine geliefert werden könnten, oder die Bundeswehr stellt zunächst zwei ihrer eigenen Systeme bereit, um später Ersatz aus den Vereinigten Staaten zu erhalten.
Die Patriots, deren gesamter Name 'Phased Array Tracking Radar for Intercept on Target' lautet, sind in der Lage, feindliche Flugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper auf eine Entfernung von etwa 100 Kilometern und in Höhen bis zu 30 Kilometern abzufangen. Die mobilen Startstationen, die an große Lastwagen erinnern, können bis zu vier Startbehälter beherbergen, wobei je nach Konfiguration bis zu 16 Abwehrraketen geladen werden können. Diese beeindruckende Technologie soll die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine entscheidend stärken.

