Deutschland sieht sich als vermittelnde Kraft im Gaza-Konflikt
Der Vizekanzler Robert Habeck betont die Sonderrolle Deutschlands im Umgang mit dem Gaza-Krieg aufgrund der engen Beziehungen zu Israel. Deutschland habe ein besonderes Schutzversprechen für Israel abgegeben, welches nicht relativiert werden könne, so der Grünen-Politiker. Daher sei es möglich, klare Worte zu finden. Dies verdeutlichten auch die aktuellen Reisen von Außenministerin Annalena Baerbock und US-Außenminister Antony Blinken in die Region.
Aus Solidarität spreche man klar miteinander, erklärte Habeck. Eines der Hauptanliegen sei es sicherzustellen, dass Israel keine Flächen bombardiere und die humanitäre und medizinische Versorgung der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen gewährleistet bleibe, um Hungersnöte zu verhindern. Dies sei eine Verantwortung, die Israel übernehmen müsse.
Gleichzeitig betonte Habeck, dass die islamistische Hamas für den Ausbruch des Krieges Anfang Oktober verantwortlich sei. Israel habe das Recht, zu verhindern, dass die Hamas erneut mordend durch das Land ziehe und willkürlich Menschen abschlachte. Man dürfe dabei nicht vergessen, dass der Überraschungsangriff der Hamas der Auslöser für das "fürchterliche Leid" sei, welches so viele Menschen nun erfahren hätten. "Die Hamas hat damit angefangen."
Habeck bereist in dieser Woche mehrere Länder des Nahen Ostens, darunter auch Saudi-Arabien, Israel und das Westjordanland. (eulerpool-AFX)

