Deutsches Engagement in Krisengebieten gefordert: Wadephul ruft zu verstärktem Einsatz auf
Außenminister Johann Wadephul hat sich trotz Sparzwängen im Haushaltsplan für ein verstärktes deutsches Engagement in internationalen Krisenregionen ausgesprochen. Seine Forderung kommt als Reaktion auf das Ende der US-Entwicklungshilfe durch USAID, einer der bedeutendsten Organisationen ihrer Art.
Wadephul sieht Deutschland in einer moralischen Pflicht, angesichts der weltweiten humanitären Herausforderungen mehr Verantwortung zu übernehmen. In der aktuellen Debatte im Bundestag über den Etat des Auswärtigen Amtes verwies der CDU-Politiker auf die dramatischen Konflikte in der Ukraine, Israel, Iran, dem westlichen Balkan sowie im Sudan und Südsudan.
"Wir müssen uns mehr engagieren", mahnte Wadephul und wies darauf hin, dass Deutschlands Eigeninteresse durch die Bewältigung der Krisen, insbesondere in Afrika, berührt werde. Ungelöste Probleme könnten zu vermehrten Migrationsströmen führen, weshalb das Engagement vor Ort essenziell sei.
Bereits Anfang Juli hatte US-Außenminister Marco Rubio das Ende der US-Hilfe bekannt gegeben. Vor diesem Hintergrund betonte Wadephul, dass die geplanten Haushaltskürzungen von 6,71 auf 5,96 Milliarden Euro im Außenministerium zu erheblichen Einschnitten in Friedenssicherung und humanitärer Hilfe führen könnten.
Der Ansatz für humanitäre Hilfe und Krisenprävention soll drastisch von 2,69 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 1,43 Milliarden Euro im Jahr 2025 gekürzt werden. Dies seien Herausforderungen, die nur durch ein kluges internationales Engagement bewältigt werden könnten.

