Deutsche Wohnen: Aufwärtstrend trotz Herausforderungen
Deutschlands bedeutender Immobilienkonzern Deutsche Wohnen, bekanntlich eine Tochter von Vonovia, hat im ersten Halbjahr operativ mehr eingenommen, vor allem bedingt durch höhere Mieterträge. Allerdings blieb das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld aufgrund einer Abschreibung auf Grundstücke und einem negativ beeinflussten Bewertungsergebnis einer Akquisition in den roten Zahlen. Der Verlust wurde dennoch erheblich reduziert von über 200 Millionen Euro im Vorjahr auf aktuell 53,5 Millionen Euro, wie das Immobilienunternehmen aus dem MDax am Freitag in Berlin meldete. Vergangenes Jahr wurde der Wert der Immobilien noch stark abgewertet, ein Tribut an die gestiegenen Zinsen.
Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) der fortgeführten Geschäftsbereiche steigerte sich erfreulicherweise um mehr als 20 Prozent auf 395 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Deutsche Wohnen zeigt sich hier optimistisch und prognostiziert einen weiter deutlichen Anstieg für das laufende Geschäftsjahr.
Besonders erfreulich erscheint der Ausblick auf den Vorsteuergewinn. Durch eine bessere Anpassung an das über mehrere Jahre erhöhte Zinsniveau erwartet der Konzern nun einen deutlichen Anstieg, während man zuvor eher mit einem moderaten Plus gerechnet hatte.
Seit der Übernahme durch Vonovia im Jahr 2021 wurde die Integration der beiden Unternehmen kontinuierlich vorangetrieben. Derzeit hält Vonovia etwa 77 Prozent der Anteile an Deutsche Wohnen. Mit einem Streubesitz von etwas mehr als zwölf Prozent und einer Marktbewertung von über neun Milliarden Euro sichern sich die Deutsche-Wohnen-Aktien ihre Notierung im MDax, während Vonovia mit einer Marktkapitalisierung von 24 Milliarden Euro im prestigeträchtigen Dax vertreten ist.

