Deutsche Staatsanleihen behaupten ihre Stärke trotz globaler Unsicherheiten
Deutsche Staatsanleihen zeigten am Donnerstag eine beachtliche Stabilität und konnten die zur Wochenmitte erzielten Kursgewinne beibehalten. Der Euro-Bund-Future, barometerartig für die Anlegerstimmung, kletterte mit leichten Schwankungen auf 128,41 Punkte und verzeichnete damit einen Zuwachs von 0,03 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe blieb bei 2,82 Prozent.
Die Marktentwicklung wurde am Mittwoch maßgeblich von geopolitischen Spannungen im Iran und am Persischen Golf beeinflusst, die als Unsicherheitsfaktoren fungierten. Doch am folgenden Tag zeigten sich die deutschen und amerikanischen Konjunkturdaten als wenig kursbestimmend.
In den USA hat der Arbeitsmarkt in der Vorwoche mit unerwartet niedrigen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe überrascht. Des Weiteren hellten sich Stimmungsindikatoren, erhoben von regionalen US-Notenbanken, im Bundesstaat New York sowie in Philadelphia stärker auf als prognostiziert.
Derweil kämpft Deutschland mit stagnierendem Wirtschaftswachstum und sucht nach Impulsen für einen konjunkturellen Aufschwung, unterstützt durch staatliche Investitionen. Vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes deuten für 2025 auf ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent hin. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, äußerte Optimismus und verwies auf positive Überraschungen bei den Auftragseingängen, die eine Belebung der Produktionsaktivitäten erwarten lassen.

