Deutsche Post vervierfacht Konzerngewinn in 2010, plant Dividendenerhöhung
Bonn (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) gab am Donnerstag bekannt, dass sie Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2010 deutlich gesteigert hat. Ein leichter Umsatzrückgang im BRIEF-Bereich, der unter anderem Folge der Mitte des Jahres geänderten Mehrwertsteuerregelung war, konnte durch starke Zuwächse in allen DHL-Bereichen überkompensiert werden. Indes ist für 2010 eine Dividendenerhöhung geplant.
Wie der Logistikkonzern mitteilte, kletterte der Konzernumsatz um 11,4 Prozent auf 51,5 Mrd. Euro. Neben gestiegenen Transportvolumina und höheren Frachtraten spiegelt sich in dieser Entwicklung auch das erfolgreiche Neukundengeschäft in den DHL-Bereichen wider. Zudem trugen auch positive Währungseffekte zum Wachstum bei. Aufgrund starker Margenverbesserungen bei DHL fiel der Anstieg des operativen Gewinns noch wesentlich höher aus. Mit 2,2 Mrd. Euro lag das EBIT vor Einmaleffekten nahezu 50 Prozent über dem Vorjahreswert und mehr als 100 Mio. Euro über dem oberen Ende der im Jahresverlauf angehobenen Zielspanne für das operative Ergebnis. Ursprünglich war der Konzern von einem EBIT vor Einmaleffekten von 1,6 bis 1,9 Mrd. Euro ausgegangen. Angesichts deutlich reduzierter Restrukturierungsaufwendungen lag das berichtete EBIT bei 1,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 231 Mio. Euro). Die erzielten Effizienzsteigerungen führten in Kombination mit positiven Effekten aus dem Postbank-Verkauf zudem zu einer Vervierfachung des Konzerngewinns auf 2,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 644 Mio. Euro).
Basierend auf den positiven Resultaten für das vergangene Jahr und der Zuversicht hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 25. Mai 2011 eine Dividende in Höhe von 0,65 Euro (Vorjahr: 0,60 Euro) je Aktie vorschlagen, hieß es.
Den Angaben zufolge geht der Konzern für das laufende Geschäftsjahr von einer Fortsetzung der weltwirtschaftlichen Erholung aus, infolgedessen sich das Umsatz- und Ergebniswachstum der DHL-Bereiche weiter fortsetzen sollte. Vor diesem Hintergrund erwartet man für 2011 ein Konzern-EBIT von 2,2 bis 2,4 Mrd. Euro. Da die Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre nun weitestgehend abgeschlossen sind, werden in diesem Jahr voraussichtlich keine nennenswerten Einmaleffekte mehr anfallen. Der Konzern verzichtet daher wie angekündigt künftig auf den separaten Ausweis eines EBIT vor Einmaleffekten.
Die Aktie der Deutschen Post schloss gestern bei 12,94 Euro (+0,94 Prozent). (10.03.2011/ac/n/d)

