Deutsche Exporte in die USA im freien Fall: Trump-Zölle hinterlassen Spuren
Die Exportdynamik zwischen Deutschland und den USA hat im Jahr 2025 einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Die Ursache liegt in der Zollpolitik von Ex-Präsident Donald Trump. Mit einem Minus von 9,4 Prozent haben sich die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten enorm verringert, wie das Statistische Bundesamt bekannt gab. Von Januar bis November wurden Waren im Wert von etwa 135,8 Milliarden Euro in die USA geliefert, eine deutliche Senkung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Währenddessen stiegen die Importe aus den USA nach Deutschland um 2,2 Prozent auf 86,9 Milliarden Euro. Dieser gegensätzliche Trend führte zu einer signifikanten Schrumpfung des deutschen Exportüberschusses im Handel mit den USA, der auf 48,9 Milliarden Euro sank. Laut Statistikern ist dies der niedrigste Stand seit 2021. Im Jahr 2024 hatte der Überschuss noch ein Rekordniveau von 64,8 Milliarden Euro erreicht. Dies bedeutet einen Rückgang um fast ein Viertel, jedoch blieben die USA bis November 2025 das Land mit dem weltweit größten deutschen Handelsbilanzüberschuss.
Besonders hart traf der Rückgang die Automobilindustrie. Die Exporte von Kraftwagen und -teilen stürzten um 17,5 Prozent auf 26,9 Milliarden Euro ab. Auch der Maschinenexport verringerte sich um 9 Prozent auf gut 24 Milliarden Euro. Lediglich die Pharmaindustrie konnte ein leichtes Plus von 0,7 Prozent verzeichnen und exportierte Medikamente im Wert von 26,2 Milliarden Euro in die USA.
Der deutsche Außenhandel kämpft mit den US-Zöllen, zumal die USA der wichtigste Exportmarkt für Deutschland sind. Dies führte dazu, dass die gesamten deutschen Exporte 2025 das dritte Jahr in Folge zurückgingen. Zuletzt entflammte Ex-Präsident Trump den Handelskonflikt erneut mit der Ankündigung zusätzlicher Zölle. Ab Februar sollen diese 10 Prozent betragen, ab Juni sogar 25 Prozent, was eine Reaktion auf den Grönland-Konflikt ist. Die Zölle sollen bestehen bleiben, bis eine Übereinkunft über den «vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands» erreicht ist und stellen somit eine potenzielle Eskalation im transatlantischen Handelsstreit dar.

