Deutsche Bürger sparen angesichts steigender Preise weniger fürs Alter
Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Versicherungskonzerns Axa legt offen, dass eine wachsende Anzahl von Bürgern in Deutschland aufgrund steigender Lebenshaltungskosten ihre Altersvorsorge reduzieren. Zu Beginn des Augusts 2023 äußerten 40 Prozent der 2.009 befragten Erwachsene, dass sie aus Gründen der erheblichen Preissteigerungen in den vergangenen Jahren ihre Rücklagen für den Ruhestand vermindert haben. Im Vergleich dazu betrug dieser Wert 2024 knapp 38 Prozent, während er 2023 noch bei 32 Prozent lag.
Trotz einer leichten Entspannung bei der Inflation in den Monaten Juni und Juli, in denen die Verbraucherpreise um vergleichsweise moderate 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stiegen, bleibt der Druck auf die Verbraucher hoch. Insbesondere Lebensmittel und Dienstleistungen sind weiterhin spürbar teurer, was die finanziellen Möglichkeiten vieler Menschen einschränkt.
Karsten Dietrich, Vorstand Personenversicherung bei Axa Deutschland, beobachtet hierzu, dass "die Preissteigerungen in allen Lebensbereichen für viele eine große finanzielle Belastung darstellen – auch in Bezug auf die Altersvorsorge." Die gesetzliche Rente reicht bereits jetzt bei vielen Rentnern nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Die Umfrage ergibt weiterhin, dass zwar 51 Prozent der Befragten nicht ausschließlich auf die gesetzliche Rente vertrauen, jedoch 50 Prozent angeben, dass es ihnen finanziell nicht möglich sei, zusätzliche Ersparnisse für das Alter zu bilden. Diese Erkenntnisse untermauern die Herausforderungen, vor denen viele Deutsche im Hinblick auf ihre finanzielle Zukunft stehen.

