Deutsche Bank zeigt Ambitionen: Gewinne und Rendite im Visier
Die Deutsche Bank blickt optimistisch in die Zukunft, nachdem das vergangene Jahr durch einen spürbaren Gewinneinbruch gekennzeichnet war. Der Quartalsbericht der Bank, der am kommenden Donnerstag veröffentlicht wird, dürfte Licht auf die aktuelle Ertragslage werfen. Beobachter gehen von Erträgen in der Größenordnung von 7,6 Milliarden Euro aus, garniert mit einem Vorsteuergewinn von rund zwei Milliarden Euro und einem Überschuss von etwa 1,45 Milliarden Euro. Die Zahlen zeichnen ein ermutigendes Bild im Vergleich zum Vorjahr, das vor allem von erheblichen Rechtskosten aufgrund von Streitigkeiten mit ehemaligen Postbank-Aktionären überschattet war.
Das traditionell ertragsstarke erste Quartal zeigte bereits deutliche Fortschritte. Sowohl der Vorsteuergewinn als auch der Nettogewinn konnten um 39 Prozent im Jahresvergleich gesteigert werden. Dies ist nicht zuletzt den guten Leistungen im Investmentbanking und den erzielten Einsparungen zu verdanken.
Konzernchef Christian Sewing verspricht sich von geplanter Strukturreformen einiges. Die Eigenkapitalrendite soll bis 2025 auf über 10 Prozent gesteigert werden, nachdem sie im Vorjahr noch bei 4,7 Prozent lag. "Deutsche Bank 3.0" nennt sich das ehrgeizige Programm, das durch effizientere Strukturen und den vermehrten Einsatz von Künstlicher Intelligenz Kostensenkungen ermöglichen soll.
Dem Schritt zur Steigerung der Profitabilität fiel bereits eine Reihe von Stellenstreichungen zum Opfer. Im März wurden Einsparungen von 2.000 Arbeitsplätzen angekündigt, und auch die Zahl der Filialen wird weiter reduziert. Zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres waren 89.687 Mitarbeitervollzeitstellen verzeichnet, ein Rückgang um 636 im Vergleich zum Vorjahr.

