Deutsche Bank schmettert Rekorde: Gewinn auf 20-Jahres-Hoch
Die Deutsche Bank hat ihren Gewinn im zweiten Quartal auf einen Höchststand katapultiert, den Deutschlands größte Bank seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Dank bemerkenswert erfolgreicher Geschäfte sieht das Geldhaus optimistisch in die Zukunft und bekräftigt seine Zielsetzung, die für 2025 angedacht ist. "Mit dem höchsten Gewinn seit 2007 sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr, sind wir auf einem hervorragenden Weg," erklärte Christian Sewing, der Vorstandsvorsitzende, mit sichtlicher Zufriedenheit.
Im jüngsten Quartal erzielte die Bank einen auf die Aktionäre entfallenden Gewinn von annähernd 1,5 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen der Analysten deutlich. Der Vorjahresvergleich hinkt aufgrund eines verlustreichen zweiten Quartals 2022, das durch Rückstellungen im Streit um die Übernahme der Postbank belastet war. Das erste Halbjahr 2023 schloss die Bank mit einem Nettogewinn von 3,3 Milliarden Euro ab – fast dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Treiber dieses positiven Trends waren alle Geschäftsbereiche, darunter die Unternehmensbank, Investmentbank, Privatkundenbank sowie die Fondstochter DWS. Besonders hervorgestochen hat das Investmentbanking mit einer herausragenden Performance im Bereich Fusionen, Übernahmen und Anleihenhandel. Die Ertragssteigerung von sechs Prozent im ersten Halbjahr auf 16,3 Milliarden Euro war ein weiterer Lichtblick trotz der gesunkenen Zinsen.
Außergewöhnlich auch die Kostendisziplin: Dank gestiegener Erträge und gesenkten Ausgaben konnte die Deutsche Bank die Rendite auf das materielle Eigenkapital verbessern und wichtige Profitabilitätsmarken übertreffen. Zudem treibt das geplante Umstrukturierungsprogramm "Deutsche Bank 3.0" die Einsparungen weiter voran, mit einem Schwerpunkt auf schlankeren Strukturen und Künstlicher Intelligenz.
Der Antrag auf einen weiteren Aktienrückkauf könnte das Rückkaufvolumen und die Dividendenzahlungen über die für 2025 angestrebte Summe von 2,1 Milliarden Euro hinaus anheben. Sollte die Aufsichtsbehörde zustimmen, wird das Signal an die Investoren unmissverständlich sein: Die Deutsche Bank ist zurück auf der Überholspur.

